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Beispiele:
Komm mit, o Schöne, komm mit mir zum Tanze;
Tanzen gehöret zum festlichen Tag,
Bist du mein Schatz nicht, so kannst du es werden,
Wirst du es nimmer, so tanzen wir doch.
Komm mit, o Schöne, komm mit mir zum Tanze;
Tanzen verherrlicht den festlichen Tag.
(Goethe, Wechsellied rc.)
(Hier besteht in dem 1. Vers eine durch die rhetorische Pause auszu-füllende syllabische Kataleris, in dem 2. Vers eine bisyllabische.)
Lasset Gelehrte sich zanken und streiten,
Streng und bedächtig die Lehrer auch sein! u. s. w.
(Goethe, Kophtisches Lied.)
Ehret die Frauen! sie flechten und webenHimmlische Rosen in's irdische Leben.
(Schiller, Würde der Frauen.)
(Wir können den Trochäus am Schluß der Reihen ganz gut vertragen,da seine Thesis die gleiche Zeitdauer mit den beiden Thesen eines Daktyluseinnimmt. § 80 d. B.)
Windet zum Kranze die goldenen Ähren,
Flechtet auch blaue Cyanen hinein!
(Schiller, Eleusisches Fest.)Seht, wie die Tage sich sonnig verklären' (katal.)
Blau ist der Himmel und grünend das Land!
Klag' ist ein Mißton im Chöre der Sphären;
Trägt denn die Schöpfung ein Trauergewand? (Salis.)
Mit dreitaktigen Daktylen vermischt.
Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,
Hoffst du von Tagen zu Tagen, (Treitakter)
Was dir der blühende Frühling nicht trug,
Werde der Herbst dir noch tragen! (Rückert.)
5. Fünftaktige daktylische Verse (daktylische Fünftakter).
Sie haben katalektischen Schluß und abwechselnd weibliche undmännliche Endung.
Beispiele:
Neulich da hatt' ich so meine Gedanken alleine,
Ob ich es wert auch sei, daß mich die Sonne bescheine.
Wenige sind's; ob ich einer der wenigen bin?
Aber ich schlug die Gedanken mir schnell aus dem Sinn:
Als sich die Sonne befreite von dunstigen Massen,
Eilt' ich hinaus um von ihr mich bejcheinen zu lassen.
(Rückert, Lieder und Sprüche.)
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
Lob ihn, o Seele, vereine mit den himmlischen Chören rc.
(Neander.)
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Bey er, Deutsche Poetik. I.