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Mei Auch hat ke' Herd,
Met Herd hat ke' Küch;
Da bratet's und siedek's
Für sich und für mich rc. (Goethe, Freibeuter.)
Bei hyperkatalektischen Reihen zieht man, ohne Pausen zu machen, meistderen letzte Thesis zum Anfangstakt der ihnen folgenden Reihe hinüber:
Was zieht mir das Herz s so? SWas zieht mich hinaus?
Und windet und schraubt michAus Zimmer und Haus?
Wie dort sich die Wolken
Um Felsen berziehn! rc. (Goethe, Sehnsucht.)
Ich hab' ihn geseh i en!
Wie ist mir geschehen?
O himmlischer Blick!
Er kommt mir entgegen;
Ich weiche verlegen,
Ich schwanke zurück.
(Goethe, Verschiedene Empfindungen.)
3. Dreitaktige anapästische Verse (anapästische Dreitakter).
Reine dreitaktige Anapäste erhalten wir, wenn wir bei den dakty-lischen Dreitaktern die überzählige letzte Silbe einer jeden Verszeilezum Iambus der nächsten Verszeile rasch hinüberlesen, was indes derReim zuweilen erschwert.
Wir ruhen, vorn Wasser gewiegetIm Kreise vertraulich und enge;
Durch Eintracht wie BlumengehängeVerknüpft und in Reihen gefüget;
Uns sondert von lästiger Menge
Die Flut, die den Nachen umschmieget. (Salis.)
In nachstehenden Versen Schillers folgt ein dreitaktiger Anapäst einemviertaktigen; in den beiden letzten Zeilen bleibt der anapästische Rhvthmus vor-herrschend, obwohl Jamben eingestreut sind:
Und es wallet und siedet und brauset und zischt, (Viertakter)
Wie wenn Wässer mit Feäwr sich mengt; (Dreitakter)
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
Und Flut auf Flut sich ohn' Ende drängt rc.
Vgl. Anast. Grüns Blatt im Buche, Scheffels Pfahlmann.
4. Viertaktige anapästische Verse (anapästische Viertakter).
Wo diese Verse rein anapästisch sind, bildet der männliche Reim dieJncision, welche noch durch die rhythmische Pause verstärkt wird.