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Vgl. noch Schiller: Die Worte des Wahns: Die vier Weltalter rc.
Ein goldener Becher giebt lieblichen Schein,
Doch süßeres Labsal gewähret der Wein.
Ach, bliebe der labende Wein mein Gewinn,
So gab' ich den goldnen Becher wohl hin. (Bürger.)
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind. (Goethe, Erlkönig.)
Es war ein König in Thule
Gar treu bis an das Grab. (Goethe, König in Thule.)
O selige Rast, wie verlang ich dein!
O herrliche Nacht, wie säumst du so lang,
Da ich schaue der Sterne lichteren Schein
Und höre volleren Klang. (Uhland.)
Jetzt ist er hinaus in die weite Welt,
Hat keinen Abschied genommen,
Du srischer Spielmann in Wald und Feld,
Du Sonne, die meinen Tag erhellt,
Wann wirst du mir wieder kommen?
(Scheffel im Trompeter.)
L. Der alcäische Vers.
Zu den jambisch-anapästischen Versen zählt besonders der vonAlkäos snm 610 v. Chr.) herrührende sog. alcäische Vers, der ausfünf Takten besteht, von denen die drei ersten und der fünfte jambischfind, während nur der vierte anapästisch ist
Beispiele:
Der Frost hat mir bereiset des Häüscs Dach;
Doch warm ist mir's geblieben im Wohngemach.
Der Winter hat die Scheitel mir weiß gedeckt;
Doch fließt das Blut, das rote, durch's Hcrzgemach.
Der Jugcndflor der Wangen, die Rosen sindGegangen, all gegangen einander nach,
Wo sind sie hingegangen? in's Herz hinab:
Da blühn sie nach Verlangen, wie vor so nach. (Rückert.)
Gesundheit, die du bis zu dem letzten Hauch
Mir treu zu sein verhießest; o wandelst du u. s. w. (Herder.)
tz 115. Mit Spendern gemischte Verse,tt. Der Herameter (Zechstakter).
1. Der Hexameter oder das Hexametron ist ein aus
sechs Metren bestehender Vers. Er stammt von den Griechen und wird