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Ich sra-ge, giebt es kei-nen j Gott?
In Schillers jambischem Quinar seiner sämtlichen dramatischen Stücke(mit Ausnahme der Jungfrau von Orleans und der Braut von Messina) herrschtzwar formell, d. h. der Silbenzahl oder der räumlichen Ausdehnung nach, das fremdeGesetz des zwängend gliedernden Iambus; doch läßt er innerhalb desselben denfreien deutschen Accent walten: das nach Arsis und Tchesis skandie-rende urdentsche Gesetz, das viele Darsteller, die den jambischenVersrhythmns auf der Bühne zum Ausdruck bringen wollen,so lange nicht verstehen, bis durch wiederholtes Lesen der hei-lige Geist unserer accentuierenden deutschen Sprache sie über-kommt und der „improvisatorische Instinkt" sie (nach Jordan)vor Verdunkelung und Verderbnis durch eine fremd octro-ierte falsche Metrik bewahrt! Man wird bei genauer Würdigung desSchillerschen Bühnenverses zugeben müssen, daß sich derselbe nur dadurch vondem epischen altgermanischen Vers unterscheidet, das; die Symmetrie seiner Takt-zahl wechselt, indem nicht durchweg vier Hebungen, sondern oft nur 2 — 4seine Gruppen bilden, z. B.
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(Don Carlos.)
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Rast ihr? Was für ein Dä-mon reizt euch an rc.
(Braut von Messina.)
Wollte der Deklamator die Schiller'ichen Bühnenverse durchweg nach denAnforderungen des Versrhythmus lesen, sofern sie die Silbenzahl des jambi-