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ä. 1. Schleichend durch alle Adern ränn's. Das HäärStand mir zu Berg, m wüstem Schwindel kreisteNacht, Welt und Leben brausend um mein Haupt. ^
2. Härt wlll ich werd«,. Müßt uh nicht m Schäm rc.
3. Komm! nur sind wähl gelittet. Hinter uns rc.
4. Dein König schläft, sägst du? Sä recht, sä recht.
5. Kämm! — Kämm! — Zurück! Gäh dieses Weges nicht.
6. Weh, weh, er häscht nach meinem Haar, er fäßt mich!
7. Die Hand an meiner Hand! — Götter und Menschen.
(Probe aus Paul Heyses Sabinerinnen. II, ö.)
Man beachte, wie in sämtlichen Beispielen die Silbenzahl vom Schemades jambischen Ouinars eingehalten wurde, wie aber dem Accent ein vor-wiegendes Recht eingeräumt ist. Beispiele zu diesem Abschnitte finden sich nochin Rückerts^Napoleon II. Teil S. 88 und S. 89, ebenso S. 91 am Schluß
u. s. w.
§ 119. Strophisch vereinte Areentverse.
Es giebt viele Gedichte, welche in regelrechte Strophen eingeteiltsind, deren Verse jedoch nicht nach einem bestimmten Metrum gebildetwurden, bei denen vielmehr nur das Gesetz von Arsis und Thesiswaltet. Die Zeilenlänge der einzelnen sich folgenden oder korrespon-dierenden Verse kann sich gleichen wie in den obigen Beispielen desjambischen Quinars; sie kann aber auch verschieden sein.
Schon bei den Minnesingern im 11. und 12. Jahrh, wechselten Versevon größerer und geringerer Länge, deren Arsenzahl bestimmt, symmetrischwar, während beliebig viele Thesen eingefügt waren. Das Nibelungenlied, diealthochdeutsche Allitteration, das Volkslied, komische dramatische Poesien wendenstrophisch vereinte Accentverse an. Von den neueren Dichtern finden wir solcheStrophen und Verse ausnahmsweise bei Arndt, Herder, Schiller, Uhland,Rückert, Heine, A. Grün, Hamerling u. A.
Beispiel u:
1. Strophe.
Nun freut sich Luft und Wässer
Und Feuer,
Erd' und Himmel und Zeit.
Auf, jünger Männ, dir lasier!
Zu Steuer
Ist älles dir bereit.