Band 
Erster Band.
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Hoch am Himmel stand die Sonne,

Von weißen Wolken umwogt;

Das Meer war still,

Und sinnend lag ich am Steuer des Schiffes,

Träumerisch sinnend, — und, halb im WachenUnd halb im Schlummer, schaute ich Christus,

Den Heiland der Welt.

Im wallend weißen GewändeWandelt' er riesengroßÜber Land und Meer; rc.

Und als ein Herz in der BrustTrug er die Sonne,

Die rote, flammende Sonne,

Und das rote, flammende Sonncnherz

Goß seine Gnadenstrahlen

Und sein holdes, liebseliges Licht,

Erleuchtend und wärmend,

Über Land und Meer.

Glockenklänge zogen feierlich

Hin und her, zogen wie Schwäne

An Rosenbändern das gleitende Schiff,

Und zogen es spielend an's grüne Ufer,

Wo Menschen wohnen, in hochgetürmterRagender Stadt.

O Friedenswunder! Wie still die Stadt!

Es ruhte das dumpfe GeräuschDer schwatzenden, schwülen Gewerbe,

Und durch die reinen, hallenden StraßenWandelten Menschen, weißgekleidete,

Palmzweigtragende,

Und wo sich Zwei begegneten,

Sahn sie sich an, verständnisinnig,

Und schauernd, in Liebe und süßer Entsagung,

Küßten sie sich auf die Stirne,

Und schauten hinauf

Nach des Heilands Sonnenherzen,

Das freudig versöhnend sein rotes BlutHinunterstrahlte,

Ünd dreimalselig sprachen sie:

„Gelobt sei Jesus Christ!" (Heine, Frieden.)

Wie im MorgenglanzeDu rings mich anglichst,

Frühling, Geliebter!

Mit tausendfacher LiebeswonneSich an mein Herz drängtDeiner ewigen WärmeHeilig Gefühl,

Unendliche Schöne!

Daß ich dich fassen möcht'

In diesen Arm!

Ach an deinem BusenLieg' ich, schmachte,

Und deine Blumen, dein Gras