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Das in der beliebten, volksmäßigen Dialogferm gehaltene Volkslied vomMädchen und der Hasel s. H 2 S. 3 d. BdS.
Lyrisch-episch ist „Erlkönigs Tochter" aus Herders „Stimmen der Völkerin Liedern", das irrtümlich meistens in sechszeiligen Strophen mitgeteilt wird.
Erlkönigs Tochter.
Herr Olus reitet spät und weit,
Zu bieten auf seine Hochzeitleut';
Da tanzen die Elfen auf grünem Land,
Erlkönigs Tochter reicht ihm die Hand.
„Willkommen, Herr Olnf, was eilst von hier?
Tritt hier in den Reihen und tanz' mit mir."
Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
Frühmorgen ist mein Hochzeittag.
„Hör' an, Herr Olus, tritt tanzen mit mir,
Zwei güldne Sporen schenk' ich dir.
„Ein Hemd von Seide so weiß und fein,
Meine Mutter bleicht's mit Mondenschein."
Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
Frühmorgen ist mein Hochzeittag.
„Hör' an! Herr Olus, tritt tanzen mit mir;
Einen Haufen Goldes schenk' ich dir."
Einen Haufen Goldes nahm' ich wohl;
Doch tanzen ich nicht darf noch soll.
„Und willt, Herr Oluf, nicht tanzen mit mir:
Soll Seuch' und Krankheit folgen dir."
Sie that einen Schlag ihm auf sein Herz,
Noch nimmer fühlt' er solchen Schmerz.
Sie hob ihn bleichend auf sein Pferd,
„Reit' heim nun zu dcin'm Fräulein wert."
Und als er kam vor Hauses Thür,
' Seine Mutter zitternd stand dafür.
„Hör' an, mein Sohn, sag' an mir gleich,
Wie ist dein' Farbe blaß und bleich?"
Und sollt' sie nicht sein blaß und bleich,
Ich traf in Erlenkönigs Reich.
„Hör an, mein Sohn, so lieb und traut,
Was soll ich nun sagen deiner Braut?"
Sagt ihr, ich sei im Wald zur Stund,
Zu proben da mein Pferd und Hund.
Frühmorgen und als es Tag kaum war,
Da kam die Braut mit der Hochzeitschar.
Sie schenkten Meth, sie schenkten Wein,
„Wo ist Herr Oluf, der Bränt'gam mein?"
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