Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Die Nachahmer des Klopstockschen Bardensanges (Kretschmann sch 1809^,Denis sch 1800, WienS Befreiung), Mastalier in Wien sch 1795)) bezeichnetman vorzugsweise als die deutschen Barden. Sie bemühten sich, im Sinn undGeist der alten Barden zu dichten, sie teilten ihre patriotischen Gefühle in an-tiken Formen mir und wählten meist deutsche Helden und Fürsten zum Gegen-stand ihrer Gesänge.

Beispiel des Bardiets:

Laudon, von Mastalier.

Wen, Harfe, zitterst du zu verkündigen?

Was reizet deine Saiten zum Schlachtenton?

Jetzt, da des Friedens sanfte GottheitStädte bevölkert und Länder bauet?

Braust eines Helden etwa verschwiegner RuhmVom Feld des Kampfs her? Horche, dort kommt ein Laul,

Zwar halb vom Tannenwald verschlungen,

Der auf der Quaden Gebirge türmet,

Doch Barden kennbar. Ha, wie der jungen BrautGefühlvoll Herz dem Jüngling entgegenschlägt,

Den ihr, durch Blut und Ruhm verschönert,

Jetzo der Fried' in die Arme führet.

So rauschet großen Thaten, den glänzendenGefährten hoher Lieder, so rauschet dirUnd deinen Siegen, großer Laudon,

Jetzo die bebende Harf' entgegen.

Auf denn, mein schüchtern Saitenspiel, säume nicht,

Die hellsten Thaten, die in der einzigenTheresia Geschichte glänzen,

Kleinern Jahrhunderten vorzusingen.

Denn, wird der Zeiten fruchtbarer Schoß dereinstZu schwach, theresenähnliche FürstinnenHervorzubringen (tönt nicht ihrerSiege Geräusch bis zur jüngsten Nachwelt

In ewgen Liedern aufbewahrt?) o, so stauntEin blöder Enkel einst bei gemeiner That;

Denn er vermisset unsrer TageWunder, und wähnt nichts von Laudons Thaten.

Zwar könnt' er anders? Wähnt es der Brenne denn.

Welch' heißer Kricgesdonner in Laudon ihmEntgegenfuhr! Auch dann, als BöhmensBlutig Gefild schon von Schlachten rauchte?

Und staunten nicht selbst unsre vom großen SiegNoch stolze Mauern, als sie das erste MalDem unerhörten SiegesbotenLaudons sich feierlich aufgeschlossen?