Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Oder Muscheln für sich zum Spiel,

Bis ihnen mein Kahn in's Auge siel.

Den Fremdling mit den langen HaarenSahen sie stumm vorüber fahren,Anstaunend mit Augen starr und fix,

Als sei es ein meerentstiegener Nix.

Und als ich bog um die Felsenwaud,Glaubten sie, daß ich in's Meer verschwand.Vom Land her wehte SommerluftMit lauem Hauch und Blütenduft,Dazwischen gastliche GerücheBon einer nah versteckten Küche.

Die Augen waren nun zu Gaste,

Nicht gut ist, daß auch der Magen faste;Ich legte meinen Nachen bei,

Und ging zu sehn, wo die Küche sei.

o. Abendlandschaft, von Matthisson.

Goldner ScheinDeckt den Hain,

Mild beleuchtet ZauberschimmerDer umbüjchten Waldburg Trümmer.

Still und hehrStrahlt das Meer;

Heimwärts gleiten, sanft wie Schwäne,Fern am Eiland Fischerkähne.

SilbersandBlinkt am Strand;

Röter schweben hier, dort blässer,Wolkenbilder im Gewässer.

Rauschend kränztGoldbeglänzt

Wankend Ried des Vorlands Hügel,Wild umschwärmt vom Seegeflügel.

MalerischIm Gebüsch

Winkt, mit Gärtchen, Laub und Quelle,Die bemooste Klausnerzelle.

Pappeln wehnAuf den Höhn,

Eichen glühn, zum SchattendomeDicht verschränkt, am Felsenstrome.

NebelgrauWebt im Tau

Elfenreigen, dort wo RüsternAm Druidenaltar flüstern.

Auf der FlutStirbt die Glut;

Schon verblaßt der AbendschimmerAu der hohen Waldburg Trümmer.

VollmondfcheinDeckt den Hain.Geisterlispel wehn im ThaleUm verfunkne Heldenmale.

(Nicht bloß der glückliche Versbau ist es, sagt Schiller sllber MatthisfonsGedichtes, was diesem Liede eine so musikalische Wirkung giebt. Der metrischeWohllaut unterstützt und erhöht zwar allerdings diese Wirkung, aber er machtsie nicht allein aus. Es ist die glückliche Zusammenstellung der Bilder, dieliebliche Stetigkeit in ihrer Succession; es ist die Modulation und die schöneHaltung des Ganzen, wodurch es Ausdruck einer bestimmten Empfindungsweise,also Seelengemälde wird.)