Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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in ruhiges Spiel übergehend durch geschmackvollen Ausdruck mil zartem Piano(23 und 24) und kühnem Forte (25 und 26) sich auszeichnet, endlich (V. 27und 28) wieder zum rauschend bewegten Tanze der Töne wird, darauf imschmeichlerischen, tändelnden, ruhigeren Spiel (29—32) dahinschwebt, (33—36)um in ein melancholisches düsteres Adagio herabzusinken und erwartungsvoll,Neues erhoffend, zu endigen.

Beispiele des beschreibenden Gedichts.

u. Aus Kleists Frühling. (S. Bd. I S. 171.)b. Die Fahrt um den Posilip, von Fr. Rückert.

Ich fuhr dahin am blühenden RandDen Posilipo zur rechten Hand;

Zur Linken fernhin schloß den GolfDie Insel Capri, wo der WolfTiberius, versteckt im schroffenGeklipp, in scheußlichen Lüsten ersoffen.

Ich aber wandte rechts den Blick,

Wo um ein liebliches VerstrickVon Blüten, das den Strand berankte,

Mein Kühn auf glatten Wogen schwankte.

Vorspränge von Felsen vielgestaltig,

Abhänge von Hügeln mannigfaltig,

Mit Reben hier und dort mit Halmen,

Mit Pinien hier und dort mit Palmen,

Die Häuser zwischendurch gestreut,

Neu-altertümlich und alt-erneut.

Dann Trümmer aus dem Meere ragend,

Von untergegangener Prunkwelt sagend,

Als hier der Römer gebaut am Strand,

Dem zu eng war das feste Land,

Und der zu belasten das Meer gewußtMit den Gebäuden seiner Lust.

Fch fragte jetzt nicht viel nach denen,

Mich zogen an die stillern Scenen,

Die Gürten, die in's Meer her hingen,

Wo oben die Gärtner, die Winzer gingen;

Die Treppensteige, die schmal sich wandenHerab, wo die Kähne, die Fischer standen.

Ein Fischer atmend stieg hinauf,

Er trug die Fische'zum Verkauf,

Oder er tauschte vom Gärtner wohlUm den Fisch die Frucht und den Kohl.

Zwei Alte saßen im Geschwätze,

Und besserten zerrissne Netze.

Seitab am Strand das FischermädchcnSpann an der Spindel ein feineres Fädchen;

Ihr dürfte, wenn sie wollte angeln,

Gewiß der beste Fang nicht mangeln.

Doch Knaben wateten im Wasser,

Sie suchten Austern für städtische Prasser,