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Vorkommt; schlaft bei andern Stellen!Glaubt, sie ist vom höchsten EinflußAuf das weitere VerläufnisDieses großen Heldenliedes!'
Rasch hinweg, da naht der Riese!Nach dem Essen wird studieret.
Rasch nur hinter jenen Vorsprung!
Muse, bleibe du auf Posten,
Sag' uns treulich, was du schautest.
Schlagadodro blickt verdrießlich,
Wie der alte Hund bei Lichtwer,
Der zum Lernen war so kopflos.
Unter jedem Arme trügt erSein Getränk in einem Oxhoft.
Setzt sich zwischen seine FässerAuf der Mauer Kante, baumeltMit den Beinen, sagt verdrießlich:
Sonne sticht auch gar zu stark hier,
Und dabei soll man studieren!
Ein verfluchtes durst'ges Wetter!
Führt mit Anstand zu den LippenEins der beiden Oxhost-Fässer,
Trinkt gelinde aus dem Spundloch.Trinkt, verschluckt sich nicht im mind'ften,Trinkt das Oxhost bis zur Neige,
Wirft die Tonne von der Mauer,
Trinkt die zweite, wirft sie 'nunter.
Leer bis auf die Nagelprobe.
Seine Augen wurden wacker.
Sprach: nun soll'n die WissenschaftenAuch getrieben werden endlich.
Immer Schlingen, Schlucken, SchlemmenIst, bei Gott dem Herrn, fast viehisch.Denn im Leibe sitzt der Magen,
Und im Kopfe sitzt die Seele.
Brot und Fleisch verlangt der Magen,Kenntnisse verlangt die Seele.
Ist der Magen satt vom Essen,
Muß die Seele auch was haben,
Das ist Ordnung, also will esDie Gerechtigkeit, die erste
Aller Tugenden; die Seele
Ist juft'ment so gut, wie du bist
Musje Magen. — Damit Punktum.
Sprach's; holt aus der Tasch' ein Büchlein,Buttmann's griechische Grammatik.
Denn er stand beim Griech'schen grade,
Das Ebräische soll folgen,
Sagte die Prinzeß, im Herbste.
Lernte: Tüpto, Tüpteis, Tüptei,
Tüptomen, zuletzt Tüptusi,
Daß der Wald von dem Gebrüll scholl,
Und die Erd' in Ängsten bebte.
Während so der arme RieseGriechisch lernte mit Beeifrung,
Und den Takt schlug mit den Beinen,
Standen hinter ihm die Mohren,
Seine tägliche Bedienung,
Wedelnd mit den Straußenwedeln;
Knüll, der Obermohr, und fünfzigKohlpechschwarze Untermobren;
Ein und fünfzig Stück im Ganzen.
Knüll, jetzt kann ich's, überhöre!
Rief voll Freuden SchlagadodroNach dreistündiger Bemühung.
Knüll nahm 's Buch hin, überhörte;Schlagadodro kratzt im Haupte,
Blickt' hinunter, blickt' gen Himmel,
Schwang und schlenkerte die Finger,
Konnte nicht ein Sterbenswörtchen,
Weinte, daß das Griech'sche nimmerWoll' in seinen Kopf, den harten.
Weinte zwanzig Eimer ThränenAus den Augen, vierzigzöllig.
Von der Mauer von BrambambraNieder auf den sel'gen Buttmann.
Dieses waren deine Leiden,
Schlagadodro! Schlagadodro!
Ungeschlacht hieß dein Herr Vater,Tramplagonde die Frau MutterDoch du selbst heißt Schlagadodro.
Zur Litteratur des komischen Epos.
Bekannter gewordene, nennenswerte komische Epen sind noch: Der neueAmadis in 18 Gesängen von Wieland; Wilhelmine, ein prosaisch-komisches Ge-dicht von Thümmel (in demselben wirbt ein pedantischer Landprediger umdie Hand der schönen, jugendlichen Wilhelmine); Der Schoßhund, — Das Toppen,— Ardon und Themion von Joh. Jak. Dusch (si 1787): Der Sieg des Liebes-gottes (eine Nachahmung von Popes Lockenraub) von Uz (ch 1769): Adam undEva, —» Karfunkel, —Klingklingalmanach (worin der Dichter gegen die Romantikerzu Felde zieht) von Jens Baggesen; Fvrtunat von Uhland. Mehr humo-ristisch und satirisch sind folgende Epen: Heines Atta Troll (eine Parodie aufdie unkünstlerischen, schwerfälligen Gesinnungspoeten mit ihren mühsam an-gelernten Künsten und dem Mangel an Genialität): Glaßbrenners Die verkehrteWelt; Weidmanns Parochiade; Prätzels Feldherrnränke; Rofshacks Die Leidender jungen Lina; Hans Hopfens Pinsel Mings; Ecksteins Die Stumme vonSevikla, Schach der Königin, Venus Urania; Rudolf v. Gottschalls KönigPharao; Julius Wolffs Till Eulenspiegel rscklvivns; Jul. Großes Pesach
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