Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Im Haus die Läng und in die KrummEin erschreckliches Wundertier, (Hahn)

Dafür die Haut erschüttert mir,

Vom Haupt zu Fuß aller Gestalt,

Wie man ein Basilisken malt;

Ich dacht, ob das der Murner lvär, u. s. f.Als hätt mich der Donner geschlagen,

So stürzt ich zu dem Loch hinein.

Lief zu meinem Frau Mütterlein.

Die erschrak und fragt, was mir wär,

Daß ich fast hätt kein Atem mehrUnd also sehr fing an zu beben;

Wollt mir Arzenei für's Schrecken geben.

Ich sprach: „O Mutter, der MurnerHat mich erschrecket also sehr,

Daß ich schier nimmer Atem hol;

Wie habt ihr mich gewarnt so wohl!"

„Was that er denn?" die Mutter sprach. —Ich sagt: Im Haus ich fitzen fachEin zartes, schönes JungfräuleinIm weißen Pelzlein artig fein,

Das schmückt sich mit geleckter Hand;

Ich hätt mich gern zu ihm gewandtUnd um ein Kuß freundlich gebeten;

So kömmt der Murner hergetretenMit Gabelfüßen, mit der Krön,

Mit brennendem Schwanz angethon,

Daß mich däucht sehr erschrecklich stehen.

Der Schelm hätt' mich im Loch gesehen,Springt auf die Thür und rufet laut,

Wenn ichs gedenk, graust mir die Haut:„Rück, rück ihn Herauser beim Krag'n!"Damit wollt er sein Dienern sag'n,

Daß sie mich sollten nehmen an;

Und sie hättens wahrlich gethan,

Wenn ich nicht bald entlaufen wär;

Davon bin ich erschreckt so sehr. —

Da sagt die Mutter: „Liebes Kind,

Die so schrecklich anzusehen sind,

Die thun uns Mäusen nichts zuleid;

Die aber dichten Freundlichkeit,

So leis und lieblich einherschleichen,

Die Händlein küssen, Willkomm reichen,

Die sind giftige Kreatur,

Teufel unter englischer Figur;

Die sind gefährliche Katzen,

Die vorn lecken, hinten kratzen, u. s. f.

Das Jungfräulein, das so schön war.

Bringt uns Mäuschen die grüßt' Gefahr,Futtert sein Pelz mit unserm Blut;

Gott sei Dank, daß er dich behut't!

Das Epos schließt mit folgenderMoral:

S. 288.

So ward des Tags der Krieg vollbracht,

Die Sonn' ging unter und es ward Nacht.So fahl, so schal, so kalt geht's aus,

Wenn sich der Frosch rauft mit der Maus.Aller Welt Rat. Macht, Trotz und StreitIst Lauter Tand und Eitelkeit,

Macht doch Mord, Armut, Herzeleid.

Gott helf und tröst in Ewigkeit! Amen.Aaloiitoii,

VaoitLs vauitutum et ournia, vanit-as.

> III. Der Muckenkrieg. Dieses heroisch-komische Gedicht wurde

von H. C. Fuchs verfaßt. F. W. Genthe hat es 1833 nach derAusgabe von 1600 mit den Varianten der Schnurrschen Bearbeitungvon 1612 nen herausgegeben.

Inhalt: Die Mucken und ihre Verbündeten ziehen zu Feld gegen die Ameisenund deren Verbündete. Die Gegner treffen in großer Zahl auf einander undliefern sich eine greuliche Schlacht.

Probe des Muckenkrieg s.

Das erste Buch. (Inhalt:)

In diesem ersten Buch rüst' sichDer Mücken Heer zum Ameiskrieg,

Die ihnen groß' Schaden und HohnBewiesen hatten. Auch kommt anDer Roßfliegen, Weinmückleiu, BremenUnd Schnacken-Hülf. Die Haufen nehmenIhren Heerzug für über Meer,

» Segeln mit gutem Wind daher. rc.

Das andere Buch. (Inhalt:)

Im andern Buch da rüsten sichGleicher Gestalt mit Gewalt zum Krieg,

Die Ameisen, und kommen ihnenDie Wanzen, Läuse, Flöhe und SpinnenZu Hüls. Auch greift die Mucken anZu Meer ein schreckliches Fortun.