Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Deutscher Grenadier. Ihr Bruder, eilt euch doch,

Brech' jeder sich den grünen Zweig,

Und schmückt euch rechten Siegern gleich;

Ruft alle: Deutschland hoch!

Und hoch der grüne Zweig!

Der Franzos. Mein deutscher Herr Gen'ral!

Es tragen eure Leut' zum Putz ^

Viel grüne Zweig' auf ihrem Mutz;

Mein deutscher Herr Gen'ral,

Geschieht uns das zum Trutz?

Deutscher General. Mein bester Herr Franzos!

Nein gar nicht euch zum Trutz geschichts;

Die grünen Zweig' bedeuten nichts,

Es sind Feldzeichen bloß,

Nicht Siegeszeichen groß.

Deutscher Grenadier. Hört ihr des Feldherrn Wort?

Ihr lieben deutschen Grenadier,

Werft ab von euch die eitle Zier;

Die Zweige sind verdorrtDurch dieses einz'ge Wort.

Der Franzos. Ihr Deutschen, euer GlückIst dieses, daß ihr selber thutDie grünen Zweig' von eurem Hut.

Wir rissen sonst in Stück

Die Zweig euch samt dem Hut. >

Deutscher Grenadier. Franzosen, euer Glück

Ist dies, daß man's uns nicht erlaubt;

Eh' ihr die Zweig' uns rißt vom Haupt,

Rissen wir euch in Stück,

Wenn es uns wär' erlaubt.

Deutscher General. Damit nicht einen Strauß

Es mit dem grünen Zweig noch setzt;

Soldaten, macht euch fertig jetzt,

Wir ziehn nunmehr nach Haus,

Weil doch der Krieg ist aus.

Tambour. Weil wir nun ziehen heim,

So rühr' ich meine Trommel gleich;

Ihr Brüder, von dem grünen ZweigSingt heimwärts einen Reim;

Ich schlag' den Takt zugleich.

Die Soldaten. Als Sieger aus Frankreich

Ziehn wir nach Haus, doch bringen wirKein' grünen Zweig, o Deutschland, dir;

O liebes deutsches Reich, »

Kommst auf kein' grünen Zweig.

Weiteres Beispiel: „Begegnung" von H. Heine.

Epischer Dialog. (Aus Rückerts Nal und Damajanti.)

(Damajauti sendet ihre Dienerin Kesini in den Palasthof, damit diese erforsche,wer der Wagenlenker sei. Sie ahnt, es sei ihr Gemahl, der nur eine andere Ge-stalt angenommen habe.)