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Die fremden Schwindelgestaltenplagen uns nur, j statt uns zu laben.
All' jene kaltenSchwindelgcstalten,
Statt zu erquicken
Plagen und drücken.
Mir sei ^ himmlischer Frieden be-schiedcn, § ein sorgenloses Herz j undfröhliches Wesen,
Mir sei beschickenHimmlischer Frieden,Sturmfreies Herze,Narrheit und Scherze,
Herzersreuender Gesang, j erhei-ternde Spiele, j Musik § und Tanz.
Minniger Singsang,Ballspiel und Klingklang,Flöten und Geigen,Wirbelnde Reigen:
Solches gefällt mir, § solcheswünsche ich mir; j mit Rosen imHaare ^ möchte ich dereinst sterben.
Solche verehr' ich,
Solche begehr' ich;
Rosen im Haare
Schreit' ich zur Bahre.
Iambisch-anapältischer Rhythmus.
tz 35. Bildung jambrsch-anapästifcher Rmmstrophen.
1. Das Streben, in anapästischen Maßen sich zu versuchen, hatSchiller durch Gedichte wie Die vier Weltalter, Die Worte des Glau-bens rc. angefacht. (Der Lernende möge diesen Gedichten eine An-regung entnehmen.)
2. Das Geheimnis der Wirkung liegt im beweglichen Fluß unddem freundlich gefälligen Rhythmus der anapästischen Verse.
3. Durch Einfügung von Jamben in die anapästischen Verse erleidendieselben eine angenehme Verzögerung, wie andererseits der jambischeRhythmus durch Einfügung von Anapästen eine Beschleunigung erhält.
4. Es empfiehlt sich, die anapästischen Reihen mit einem Jambusbeginnen zu lassen, da ja jede Bewegung am Anfange langsamer ist,als im weiteren Verlauf.
5. Im deutschen anapästischen Vers braucht man den Jambusnicht an eine bestimmte Stelle zu rücken; über seine Stellung ent-scheidet vielmehr Versrhythmus und Satztakt.
Aufgabe. Zweizeilige jambisch -anapästische Strophen(Distichen). Anapästische akatalektische Viertakter.
Vorübergehn.
Stoss.
1. Ich gewahrte die Leiden amThore, I da grüßte ich und ließ sie
Lösung. Von Karl Siebe l.Ich sah die Leiden am Thore stehn;Ich grüßte und ließ sie vorübergehn.
Beyer, D. P. III. Die Technik der Dichtkunst.