Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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2. Du trägst Rückerts Bild, dessen Frühlingsblume in deinen Räumenweilte; er hat dir den seiner Braut gewährten Aufenthalt dadurch belohnt,daß nun jeder zu dir wallfahrtet.

3. Möge mein Volk seinem Geist verbunden bleiben und in seine Dich-tungen sich versenken.

4. Dann erst wird es erkennen, welche anregende Kraft und welchenSegen die tiefempfundenen Lieder Freimund Reimars atmen.

Lösung. Von C. Beyer.

Sei, Haus, gegrüßt mir, reich an Liebesjahren,

In welchem einst der Liebe Sänger thronte,

Und das der Zeiten Grimm bis heut verschonte,

Weil dich Apoll beschirmt und deine Laren.

Du trägst des Bild, um den sich Edle scharen,

Des Frühlingsblum' in deinen Räumen wohnte,

Und der mit seinem Nachruhm dich belohnte:

Das Rückertantlitz, das wir gern gewahren.

O möge fürder, seinem Geist verbunden,

Mein Volk in seine Herzensflut sich tauchen,

Und feiern ihn in gut- und bösen Stunden.

Daß es erkenne, welchen Segen hauchen

Die Lieder Freimunds, lies und wahr empfunden

Voll Gluten, die uns nimmermehr verrauchen.

tz 39. Mdung von NitorneUen.

1. Das Ritornell ist eine einzelne, für sich verständliche Drei-zeile. Die erste Zeile, welche häufig kürzer ist, als die beiden folgen-den, bringt meist einen Pslanzennamen als Anrede, während die beidenandern den vollen Inhalt des Textes bieten. Man nennt dieses Ri-tornell das Blumenritornell.

2. Das Ritornell von Arricia hat die erste Zeile ebenso lang,als die zwei übrigen, und stets hat die zweite Zeile andere Selbst-aber gleiche Mitlauter, und fast immer reimt die erste auf diedritte, z. B. hangen, singen, bangen; minder, leider, Äinder.

3. Die zweite und dritte Zeile sind jambische Qninare, von denender letzte mit der ersten Verszeile reimt oder assaniert.

4. Die Mittelzeile ist reimlos.

5. Nur in seltenen Fällen vereinigen sich mehrere Ritornelle zueinem Ritornellen-Cyklus.