Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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im Staube der Tyrann,

7. Dann liegt (wer heute siegt, am Grund,)

hoch ersteht wer niedrig war!

8. Und (selig wachen auf die Guten).

3. Reinschrift der Übersetzung von Freiligrath.

O, schwer herab hing Gottes Hand —

Schwer allen, nur den Sündern nicht!

Die Guten warf sie in den Staub,

Und hob empor den Bösewicht.

Doch so spricht Gott: Ein Tag wird sein,

Da werden meine Wege klar.

Dann liegt im Staube der Tyrann,

Und hoch ersteht, wer niedrig war!

Schlußkritik. Die Vergleichung der 2. Form mit der ersten zeigt, wiedem Dichter die Änderung in der 2. Zeile nicht genügte, weshalb er sie soforteiner neuen Redaktion unterzog. Die Änderung in der drittletzten Zeile läßtden Artikel in die Arsis kommen und ist unschön, weil ein unbetontes Über-lesen dem Verse eine Arsis rauben würde.

Die Übersetzerthätigkeit Freiligraths in dieser Strophe läßt sich auf fol-gende Momente zurückführen:

n. Erstreb ung schöner Bilder. „Anrührend leis die Tyrannei"ist ebensowenig ein Bild, als „Leis treffend nur die Tyrannei",weshalb geändert wurde.

b. Herstellung einer dem Sinn entsprechenden Fassung.

Das Bild der letzten 4 Verse ist in der neuen Fassung großartiger, 'dem rächenden Gott entsprechender, als die erste mattere Fassung,welche nur die Belohnung hervorkehrt rc.

a. Bildung guter Reime. Durch die unter g. erwähnte Änderunggewinnt nicht nur die Wucht des Reims, sondern durch den Reimfällt auch die geschraubte Wendung „groß und frei" weg. DieFeile ergänzte auch die weiblichen Reime der ersten Übersetzung(in Vers 6 u. 8) durch männliche, welche sich ohnehin durch dasganze Gedicht hindurchziehen.

IV. Vox populi von üonAkollorv.

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