Band 
Vierter Theil.
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bewaffnet. Sie bindert Hipparcben, Palastren undmeinen Bedienten t« ihren Betten, leeren das ganzeHaus, tragen Geld, Kleider und Hausrath hinaus,und wie sie nichrö mehr finden das des Mitnehmenswerth ist, kommen sie auch zu uns, führen mich,.das Pferd und den andern Esel, hervor, legen unsSaumsätrel auf, und binden uns alles , was sie ausdem Haufe getragen hatte», auf den Rücken. Wi«sie uns nun schwer genug beladen hatten, triebensie uns mit Knitteln vor sich her, um sobald nurmöglich auf einem rauhen wenig gangbaren Weg«ins Gebürge zu entfliehen, wo sie ihre Niederlagehatten» Wie meinen lastbaren Cameraden dabey zuMmhe war, kann ich nicht sagen: aber ich, dernicht beschlagen und dieser Strappazen nicht gewohntwar, ich glaubte, daß es mein letztes sey, und hat-te, auf den spitzigen Steinen, unter der Last, wo-mit ich überladen war, alle Augenblicke zusammen-sinken mögen. Ich strauchelte auch oft genug; aberfallen wurde hier wie ein Berbrechen behandelt,und es war gleich einer da, der mir mit einemtüchtigen Prügel wieder auf die Beine half. Ichwollte zwar oft ,,L> Cäsar!" ausrufen; aber ichbrachte nichts als ein ungeheuer langes und lauteseselmäßigeS O heraus, der Cäsar aber wollte nichtnachkommen. Auch dieß zog mir neue Schläge zu,weil ich sie durch mein Schreyen, wie sie sagten,verrathe. Da ich also sah, daß mir meine Provo-kation an den Kaiser so übel bekam, beschloß ichstillschweigend fortzufchleichen, und mir dadurch we-nigstens die Schläge zu ersparen.