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die Sachlichkeit seines Pinsels als durch die Zwanglosig-keit seiner Manieren die Holländer bei weitem über-holländerte.
Dieser Mouton, Sire, hat unter uns gelebt, seinegrasenden Kühe und seine in eine Staubwolke ge-drängten Hümmel malend, ohne eine blasse Ahnungalles Großen und Erhabenen, was Dein Zeitalter,Majestät, hervorgebracht hat. Kannte er Deine Dich-ter? Nicht von ferne. Deine Bischöfe und Predi-ger? Nicht dem Namen nach. Mouton hatte keinTauswasser gekostet. Deine Staatsmänner, Colbert,Lyonne und die andern? Darum hat sich Moutonnie geschoren. Deine Feldherrn, Conds mit dem Bv-gelgesicht, Turenne, Luxembourg und den Enkel derschönen Gabriele? Nur den letztem, welchem er inAnet einen Saal mit Hirschjagden von unglaublichfrecher Mache füllte. Vendöme mochte Mouton unddieser nannte seinen herzoglichen Gönner in rühmenderWeise einen Viehkerl, wenn ich das Wort vor den Ohrender Majestät aussprechen darf. Hat Mouton die Sonneunserer Zeit gekannt? Wußte er von Deinem Dasein,Majestät? Unglaublich zu sagen: den Namen, welcherdie Welt und die Geschichte füllt — vielleicht hat er
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