Necker.
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hörte Gens doch der französischen Bildung an, und zwischen denbeiden Ländern fand eine beständige Wechselwirkung statt: Calvinwar der Vater des französischen Protestantismus', und Rousseauhatte eine mächtige Schule gegründet. In jener kleinen Republikwar wirklich vorhanden, was die französischen Republikaner zurGrundlage ihres neuen Staates vergebens suchten: feste, sittlicheGrundsätze, eine Tradition, welche die Willkür der Einzelnen nieder-drückte, Anstand und Ehrbarkeit in der äußern Haltung und Inte-grität der Gesinnungen. Es schien im Anfang der Revolution,als wäre es Necker vorbehalten, jene richtige Mitte zwischen deralten Aristokratie und dem neuen System, zwischen Calonne undTurgot zu finden, auf welcher der Zusammenhang zwischen der Ge-schichte Frankreichs und seiner neuen Ausgabe beruhte. Es warunerhört, daß man einem Ausländer, einem Protestanten, einemBürgerlichen die höchste Würde des Staats anvertraute, und dieMonarchie war fügsam und geschmeidig genug, um einem.kräftigen,durchgreifenden Willen einen gedeihlichen Spielraum zu schaffen.Aber Necker war dieser Aufgabe nicht gewachsen: seine Eitelkeittrieb ibn, nach einer Popularität zu streben, die nur derjenige ge-winnt, der die Menge zu beherrschen weiß. Doch war sein Hausder Mittelpunkt, in dem sich die Partei der Zukunft vorbereitete,und es war seiner Tochter vorbehalten, die Führung derselben zuübernehmen.
Man hat bei Necker über dem Staatsmann den Schriftstellerfast ganz vergessen, aber auch nach dieser Seite hin war er nichtohne Einfluß. Weniger durch den Inhalt seiner Werke, als durchden Stil war er das Vorbild der späteren Doctrinairs. Schon inder Gesellschaft liebte er es, mehr durch anscheinend leicht hinge-worfene dunkle Orakelsprüche zu imponiren, als mit französischerArtigkeit der Unterredung zu Hilfe zu kommen. Eine geistvolleFrau bemerkt, man fühle sich ihm gegenüber immer einfältiger alssonst, und etwas davon merkt man in seinen Schriften. Die altefranzösische Einfachheit fehlt ganz, er strebt nicht blos nach kühnen,neugebildeten, sondern selbst nach dunklen Ausdrücken. Bei dengewöhnlichsten Dingen geht er auf Verallgemeinerungen aus undlegt eine Bedeutung in sie hinein, die über ihren eigentlichen Sinnhinausgeht. Beständig vermischt sich bei ihm die metaphysische Ab-straction mit dem Bilde, und erschwert selbst dem Geübten, seinemGedankengang zu folgen. Der folgende Satz aus der Lobrede auf