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vor allem aber arm und niedrig gehalten, ein Prinz inLumpen; Heyse's Bugslaff hat etwas von einem heran-wachsenden Alexander. Den Dolch, den ihm der schwedischeWaffenschmied nicht verkaufen will, nimmt er sich gewalt-sam. Bei Kantzow kommt es nicht darauf an, ihn zu er-ziehen, sondern ihn zu kleiden; in Heyse's Schauspiel istdiese Erziehung im Bauernhause die Hauptsache. Nachdieser Seite hin enthält das Schauspiel manche wohlge-lungene Einzelheit. Der zweite Akt bietet eine Reihe deranziehendsten Genrebilder, als hätte Knaus die einen,Vautier die andern gemalt. Die köstliche Figur des Bauernerhebt sich hier zu ihrer ganzen Höhe; Jeder muß sich er-heitert fühlen, wenn seine Schlauheit und Ehrlichkeit zu-gleich dem Marschall das tückische Spiel verdirbt. Umihn seine Mutter, seine Tochter, der Großknecht: frisch,einfach, anheimelnd. Im dritten Akte schwächt sich derEindruck; zuerst war Lauenburg gekommen, um den Prinzenaus Laichte zu führen, jetzt sendet er seine Reiter, wasseine Vorstellungen nicht vermochten, mit Gewalt zu voll-ziehen und den Prinzen nach Rügenwalde zu bringen. DieHandlung steht still und zerfließt in Episoden von demtreuen Juden Henoch und dem großherzigen Knecht Henning.Daß Herzog Bugslaff, um sich vor seinen Verfolgern zuretten, den Rokelor eines polnischen Juden anzieht, paßtgut in eine Posse unserer Tage, aber doch kaum in dasMittelalter und in die Stimmung eines Herzogs, der eineWallfahrt nach Jerusalem unternommen hat. Als derHerzog durch die List Henning's gerettet ist, sollte derVorhang für immer fallen. Wir wissen, die pommernschenEdelleute sind bereit, ihn als ihren Herzog anzuerkennen;wie er sich mit dem Lauenburger und seiner Frau Mutter