Band 
[Erster Band]
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Natürlich aus der idealen Sphäre in die Berliner Alltäg-lichkeit herabgesunken. Damit ist im Grunde das Stückbeschlossen. Daß der Vater des Mädchens, ein BergrathWitte, ein wenig zürnen, ein wenig brummen, vielleichteine Stunde lang den Berserker spielen, endlich indeß denBund der Liebenden segnen wird, liegt in einer Komödieauf der flachen Hand. Die meisten Momente des zweitenund dritten Akts halten darum den Schluß nur auf, essind Gespräche, die mit „A. l." nichts zu thun haben.So erweist sich die Grille des Bergraths, aus Sand,Wasser, Feuer und Wind, den er durch einen Blasebalgerzeugt, etwas wie einen Menschen zu schaffen, im Zu-sammenhang des Ganzen als die leerste aller Seifenblasen;sie zerplatzt gerade in dem Augenblick, wo der Zuschauerin ihr den Grund eines neuen Conflicts ahnt: Kurt istnämlich ein Naturforscher und dürfte mit seinem zukünf-tigen Schwiegervater wegen der Schöpfung des Menschenarg zusammengerathen. Diese Tollheit mag der Possevergeben sein; unmöglich und unziemlich aber ist es, wennein Vater einem jungen Mann, den er nicht kennt, umihn von seiner Tochter abzulenken, vorspiegelt: sie sei einegefährliche Person, eine abenteuernde Dirne, welche diePolizei in Gewahrsam genommen habe. Welche Väter,darf man dem Girndt'schen Stück gegenüber ausrufen,welche Töchter — wenn sie mehr als die Caricatureneiner übermüthigen Laune wären! Diese frische Laune, derstudentische Humor, von dem alle Figuren ergriffen sind,das Ungezwungene in ihrem Verkehr, ihre Schlagsertigkeitin Frage und Antwort: das sind die Vorzüge des Lust-spiels. Girndt's Talent, so weit es uns in „Cäsar Bock",in „Lessing und Mendelssohn", in „Cäsar Borgia" und