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ücher Wirkung überspringt, uneingeschränktes Lob. DieErzählung Rose's von ihrer Audienz beim Könige in Meinet,die demosthenische Rede des Rectors Zipfel sind vor-trefflich gearbeitete Declamationsstücke. Die Theilnahmedes Zuschauers, der unruhig hin und her gerissen unddessen Aufmerksamkeit von keiner Handlung und keinemCharakter festgehalten wird, erlahmt mit dem Schluß desZweiten Akts, dem Glanzpunkt der Dichtung. Der dritteAkt mit dem Pistolenschuß des tollen Heinrich ruft halb-wegs ein. leises Kopfschütteln hervor, der vierte erhebt sichdurch seine rhetorisch-wirksamen Stellen wieder, der fünftebietet nichts als ein buntes Durcheinander! der Figurenauf der Bühne, bis die Nachricht von dem Waffenstillständeund der Ausblick auf die Militär-Reorganisation und „dasVolk in Waffen" das Schauspiel kriegerisch, wie es be-gonnen hat, beschließt.
Das Zusammenspiel war durchaus lobenswerth; diemannigfaltigen Massenscenen waren geschickt eingerichtet,Alles wirkte glücklich in einander. Der Trinkscene imRathskeller wäre ein feurigeres Tempo zu wünschen, auchsollten, im Beginn, die Schauspieler den Knittelvers schärferhervortreten lassen. Unter den vielen Personen des Stücksragen besonders die Herren Döring (Nettelbeck), Berndal(Gneisenau), Dessoir Sohn (Rector Zipfel) hervor.Dennoch ist in dem Schauspiel den Künstlern keine eigent-lich schauspielerische Aufgabe gestellt. Mit Ausnahmedes Liebespaars erfahren die anderen Charaktere keineWandlung, sondern bewegen sich auf der einmal gegebenenLinie ruhigen Schritts weiter, Gneisenau ist der braveOfficier, Nettelbeck der brave Bürger, der zweimal kleineUnannehmlichkeiten mit den Soldaten hat, Zipfel der brave