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Rector: vortreffliche Menschen, nur leider keine drama-schen Gestalten. Herr Berndal repräsentirte den Heldenschlicht und würdig; Herr Dvring stattete im ersten Aktseinen Nettelbeck mit manchen feinen, drolligen und charak-teristischen Zügen aus; Herr Dessoir Sohn sprach seineSpartanerrede mit sympathisch ergreifendem Ton. HeinrichMarx (Herr Karlowa) hat allein eine Krisis durchzu-machen: aus dem Schwärmer für Frankreich, aus demtollen Eifersüchtigen wird zuletzt der Retter Colbergs;schade, daß der Dichter uns nicht für diese Gestalt einzu-nehmen gewußt hat. Heinrich's ganzes Gebühren ist daseines Schulknaben; immer weiß feine vorlaute Zungeund das leichtfertige Wesen seiner Jugend Streit zu er-regen, seine schnell entflammte Eifersucht trifft zuerst denOfficier Brünnvw, dann Gneisenau, am eifersüchtigstensollte er, wenn in seinem Wahn Methode wäre, auf denalten Nettelbeck sein: Herr Karlowa that das Möglichenach seinen Kräften, uns die Figur anziehend zu machen.Frl. Erhartt besitzt in der Rose eine in den ersten Aktenunmuthige und herzgewinnende Rolle; die Erzählung imzweiten Akt sprach sie mit edler und gefühlvoller Wärme.Mehrmals wurden die Hauptdarsteller gerufen; nach demdritten Akt der Dichter; von da an sank die Stimmungdes Publikums.
Sonnabend, den N. Februar 1866: Herzog Bernhardvon Weimar. Historische Tragödie von Julius Mosen.
Die Blüthezeit der Mosen'scheu Dichtung fällt in dieJahre vor 1848; sein „Herzog Bernhard" ist im Jahre1842 im Hoftheater zu Dresden aufgeführt worden; die„Bräute von Florenz" l841; „Don Johann von Oester-