Band 
[Erster Band]
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lich nur auf das tragische Gebiet hinweist, fand sie dochfür Elfriede den passenden herzgewinnenden Ton. Durchdie heitere Fröhlichkeit und Natürlichkeit des Mädchens,das, frühzeitig an den Ernst des Lebens gewöhnt, immerden Kopf muthig oben trägt, klang eine phantastische Sehn-sucht, es war eine anmnthige Mischung von Wahrheit undDichtung, die uns das eigenthümliche Geschöpf des Dich-ters, das auf der Grenze zwischen Traum und Wachenhinlebt, menschlich nahe rückte. Ihre erste Begegnungmit dem Grasen im Walde strömte Duft und Frische aus;hier gab auch Herr Karlowa (Graf Albrecht von Eichenow)sein Bestes. Das maßvolle Spiel der Frau Fried -Blumauer habe ich schon gerühmt; unter den Pensio-närinnen verdient Fräulein Delia (Edwina), die ewigSchläfrige, die Columbus die Buchdrnckerknnst erfindenläßt, ein ganzes Lob, und Fräulein Clara Hartmann(Jda), das Kind mit dem Tintenfinger, ein halbes. FräuleinSatran (Knnigunde) hätten wir lebhafter und geistvollergewünscht. Die junge Künstlerin spielt ihre jungen Mäd-chen zu sehr nach einem Schnitt, es fehlt an Vertiefungund individueller Ausführung der Gestalten. Es genügtnicht, ein Talent zu haben, man muß es bilden und ge-brauchen lernen; ein Schwert haben, ist wenig, es schwingenkönnen, das gilt es. Frau Adami (Frau Gertrud) wareine wackere Pflegemutter recht aus dem Märchen, HerrDöring (Doctor Veltenius) ein Stück halbversteintengriechischen Alterthums und des deutschen Gelehrtenthums,wie es nur noch in der Komödie, aber nicht mehr in derWirklichkeit lebt. Man vergleiche unsere Berliner Schul-männer mit diesem Benedix'schen Cretin! Ihre komischenSchwächen zu schildern, brauchte es einer andern Hand.