Band 
[Erster Band]
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und steigt auf den Gipfel des Glücks und des Ruhms.Mit der Entdeckung, daß ihn ein falscher Schein getäuscht,daß er nicht der letzte Sproß aus Rurik's Stamm, trittder Umschwung ein. Durch die Nothwendigkeit gezwungen,sich in feiner Stellung zu behaupten, verfällt er in einetragische Schuld und geht unter. Ein Verhältniß, dasdie Historiker nur flüchtig berühren, das des Demetrinszu seiner angeblichen Mutter, der Nonne Marfa, drängtsich für den Dichter in den Vordergrund. Soweit scheinenalle Schwierigkeiten geebnet und feine psychologische Motive,die der kargen und knappen Ueberlieferung fehlen, inreicher Fülle gegeben zu sein. Aber in dem Augenblick, woDemetrins sich selbst als einen Abenteuere! betrachten muß,der einzig in der Gewalt und Tyrannei sein Heil findenkann, wird er unmerklich eine gewisse Ähnlichkeit mitMacbeth und Richard III. gewinnen. Scharfsinnig bemerktMärimoe von dem historischen Demetrins: er hätte inseinen ersten Regierungshandlungen auf das Genaueste dieGrundsätze befolgt, die Macchiavelli seinem Fürsten vor-schreibt. Der Dichter, der ihn so faßt, wird unwillkürlichauf das Shakspeare'sche Muster eines Usurpators hinge-wiesen werden. In Schillers Plan erfährt Demetrinsvon dem Mörder des Kindes zu Uglitsch, daß er ein fal-scher Czar ist: er tödtet den Mann und schreitet auf derabschüssigen Bahn des Verderbens weiter. Mit großemGeschick hat Schiller die eigentliche Ursache zum Untergangdes Demetrins: den Nationalhaß zwischen Polen und Russen,in sein Gewebe verflochten. Indem sein Held sich von seinerpolnischen Braut zu der Tochter des Boris, Axinia, inLiebe wendet, verschärft sich der Gegensatz beider Völkerauch für ihn in menschlich ergreifender Weise. Bei alle-