Band 
[Erster Band]
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in einem Menschen war, aber im Lampenlicht desTheaters sich wahr und wirksam zeigt. Die Beweglich-keit, die tollen Sprünge dieser einen Figur lassen uns dieUnbeweglichkeit der Anderen vergessen. Die Handlung istoft thöricht und langweilig, aber Beaumarchais ist dafürum so lustiger. Und nun gar Herrn Ha äse's Beau-marchais! Je weniger ich dem Hamlet des Künstlers zu-stimmen kann, um so mehr hat mich diese Leistung be-friedigt. Sie lebte ganz und voll in jener Lust des„Bonvivants", die sie allein ertragen kann; einige allzuscharfe Töne wünschte ich gemildert, einige allzu starkeVertraulichkeiten der „Schwiegermama" gegenüber beiseit-gelassen. Das Figarothum hat doch seine Grenzen. DerKünstler hat in seiner Persönlichkeit gleichsam den Zauber-stab, mit dem er solche anrüchige Gestalten in eine Sphärevon Liebenswürdigkeit und Anmuth rückt: so schwebt umseinen Beaumarchais die Poesie des Vagabundenthumsund ein unnachahmlicher parodistischer Zug; das Unstäte,Zappelige, die Affensprünge, welche die Gegner Voltairewie Beaumarchais zuschrieben, kommen mit einer wunder-baren Virtuosität zur Erscheinung, das mixtura aoinxosi-tum des Dichters gewinnt Leben. Was für „Narziß"im tragischen, hohen Sinn Dessoir: das ist im komischenHaase für „Beaumarchais".

Mittwoch, den 17. November 186S: Ehre um Ehre.

Schauspiel in fünf Akten von Paul Peipe.

Die Kunde von der unwürdigen Behandlung, welchedas Heyse'sche Schauspiel in Frankfurt am Main mehraus politischen als aus ästhetischen Rücksichten erfahren,hatte die natürliche Spannung, die jede erste Aufführung