Band 
[Erster Band]
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flandrischen Feldzug von Fontenoy heimkehrenden Garde-capitain Robert von Boissy, den sie in einer Dorfherbergefindet: sie hat ihn nur einige Minuten gesehen und gesprochen,aber sein Wesen, seine entschlossene Weise ihren verrätheri-schen Verwandten gegenüber haben ihr ein unbegrenztesVertrauen zu ihm eingeflößt. Obgleich das Wirthshaus,in dem sie übernachten, von der Dienerschaft der Verwandtenund des Bräutigams des Fräuleins überfüllt ist, gelingtes Manche und Robert, sich davonzuschleichen; der Torf-pfarrer traut sie noch in derselben Nacht, am andern Morgentritt Manche ihren Verwandten stolz und fest als Frauvon Boissy entgegen. Aber diese Verbindung ist nur eineScheinehe; Robert hat seiner Gemahlin das Versprechengeben müssen, nie länger als eine Stunde mit ihr untereinem Dache zu verweilen. Manche hat vorsorglich den Ehe-eontract aufgesetzt und Robert ihn unterschrieben. DieserContract, diese Stunde zerstören die ganze Wirkung deskecken, phantastischen, aber fesselnden Anfangs. Wie, fragtsich der Zuschauer, dieses junge, leidenschaftliche, eben auseinem Kloster kommende Mädchen findet, in Selbstmords-gedanken und tollen Plänen, im Fieber, doch noch Zeit,einen solchen Contract aufzusetzen, der die ganze Schlau-heit einer erfahrenen koketten Frau verräth? Eine Stundenur oder besser, eine ganze Stunde! Wie viel wenigerZeit genügte, Julia's und Romeo's Geschick zu entscheiden!Nvbert's Diener ist nngalant genug, über diese Stundeseine spitzbübischen, aber treffenden Bemerkungen zu machen.Nein — Manche durfte nur sagen: heirathen Sie mich, abersehen Sie mich niemals wieder! Nach wie vor wäre dieHandlung unwahrscheinlich geblieben, allein die leise Lächer-lichkeit, die nun jeder Zusammenkunft Blanche's und Robert's