Band 
[Erster Band]
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er doch den Zuschauer durch eine gewisse Originalität derFabel und der Charaktere. Seine „Maler« sind ein keck undlustig aufgegriffenes Stück Leben, eine Wirklichkeit, wiesie sich dem Dichter oft genug in den Künstlerkreisen Mün-chens bieten mochte. Das harmlos neckische Treiben imAtelier, das improvisirte Fest mit den nothwendigen Ver-kleidungen; die tolle Sorglosigkeit, die an der bekränztenTafel den Jammer und die Noth des kommenden Tagesund den schon vor der Thür weilenden Executor vergißt,ziehen ebenso durch ihre unmittelbare Lebenswahrheit undAnschaulichkeit wie durch ihre Wärme und Heiterkeit an.Glückliche Menschen, noch in der Zeit des hohen Strebens,auf der Grenze zwischen Wirklichkeit und Phantastik sichungezwungen bewegend, tummeln sich, trotz ihrer Klagenund Mißgeschicke, munter und thätig. In der kleinenKünstlerkolonie, die der Dichter uns vorführt, heben sichdie einzelnen Gestalten nicht eben tief, aber doch deutlichund angemessen von einander ab. Da ist Oswald, derHistorien- und Portraitmaler, der Liebling der vornehmenDamenwelt, der natürlich nicht umhin kann, sich in dieschöne Leonore, deren Bildniß er malt, nach der Kunst zuverlieben; der schüchterne Mockert, der Thiermaler —„Schafe im Sturm" sind seine „Force" —; der gewandteColvrist Simson, der sich besonders gut auf die Herans-staffirung häßlicher Mädchen zu wunderbaren Märchen-prinzessinnen versteht; endlich der älteste von allen, derbehäbige Werner: der Dichter sagt uns nicht, was er malt,aber ich vermuthe, daß er ein Landschafter ist. WederUbique, der brummige, treuherzige, die italienische Spracheliebende und radebrechende Hausmeister der Maler, nochder Mäcenas Blume, der Ideen über die Kunst hat und

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