Band 
[Zweiter Band]
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Bogen einer Brücke überwölbt; dahinter steigt mit Grab-denkmalen besetzt das Terrain wieder empor, ganz obensieht man auf dem Fels gelagert Philippi mit seinenZinnen und Thürmen liegen. Während Antonios undOctavius mit ihrem Heer von links her in der Ebeneaufmarschiren, steigen Brutus und Cassius mit ihren Le-gionen die Felsen rechts hernieder: die einen oben, dieanderen unten, führen die Gegner Zwiesprach. -Hm Ver-lauf der Schlacht halten einzelne Soldaten und Hauptleutedes republikanischen Heeres die Anhöhen besetzt; der Vor-marsch geschieht nach links. Vor dem Tode des Cassiussieht man Titinins durch die Schlucht eilen, sich zu er-kunden, ob die nahenden Krieger Freunde oder Feindeseien, Pindarus bleibt aus der Höhe und Cassius in Selbst-mordsgedanken ist tiefer hinabgestiegen. Ein außerordentlichpoetisches Bild gewährt es, wenn Brutus geschlagen mitdem kläglichen Ueberrest seiner Freunde zwischen dem erstenvorspringenden Fels und dem Brückenbogen in der Schluchtausruht und das Mondlicht aus die Helme, Panzer undweißen Gewänder fällt. Zuletzt erscheinen oben auf derBrücke Antonios und Octavius mit ihren Hauptleuten, undverstärkte man den Effect durch Fackellicht, indem die Be-gleiter der Feldherren in die Schlucht hinein leuchteten,sich zu überzeugen, daß der dort Liegende wirklich Brutussei, würde man malerisch einen ergreifenden Abschlußdes Ganzen haben. Die Schwächen, die dem fünftenAkt in seiner durchaus epischen Ausführung anhaften,werden durch diese Einrichtung zwar nicht vollständig ge-hoben, aber doch gemildert und alle einzelnen Handlungenin einem Gesammtrahmen zusammengefaßt. Gleiches Lobverdient die scenische Einrichtung der anderen Akte. De-