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verlassen und als Aufruhrstifter von dem Papste mit demTode bestraft. Die Jesuiten bedienen sich der verzweifelndenFrau als eines blinden Werkzeugs, den Papst zu ver-giften. Recht eigentlich fallen wir damit aus dem heroischenAnfange in ein criminalgefchichtliches Ende. Die zweiletzten Akte fetzen sich auf der Bühne ein wenig mühseligund ermüdend fort, so viel des großartig Gedachten undedel Empfundenen im Schwünge einer reichen Dictionauch die einzelnen Gespräche enthalten: alle diese Schön-heiten stehen außerhalb des dramatischen Kreises und er-götzen und beschäftigen den einsamen Leser mehr, als denZuhörer im Theater.
In Herrn Weilend eck besitzt das Meiningen'scheTheater nicht nur einen vortrefflichen Darsteller des Sixtus,sondern überhaupt eine nicht geringe schauspielerische Kraft:das Publikum wird Gelegenheit haben, an seinem Shylock'im „Kaufmann von Venedig", an seinem Argan im „Ein-gebildeten Kranken" diese Behauptung noch weiter zuprüfen. Der Sixtus des Künstlers ist historisch treu,eigenthümlich in der Hinfälligkeit, mächtig in dem Auf-schwung seines Willens und seiner Kraft ergriffen undmit einer Fülle feiner Züge sorgfältig ausgestattet. DieSchwäche seiner kraftlosen Glieder, der Husten, der ihnguält, das Gefasel des Alters, die Verlorenheit desBlickes — wie scharf und wahr kommt dies in den erstenAkten zum Ausdruck! Wenn die Cardinäle ihn „adorireu",ist er noch ganz der sterbende Greis, plötzlich jedoch, sobald er auf Petri Stuhl sitzt, hat er sich in einen Heldenverwandelt. Die Unterredung mit dem Jesnitengeneralim vierten Akte gehörte, neben dieser Wandlung im Con-clave, zu den Höhepunkten der Darstellung und war von