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Spruchartige, stellenweise — in den Gesprächen des Papstesmit dem Caplan, mit Galilei, mit Tasso — sogar dasDidactische überwuchert; die dramatische Kraft ist gering,die Charakteristik erschöpft sich in den beiden Figuren desPapstes und des Jesuitengenerals. So lange die Span-nung währt: ob es dem klugen verschlagenen CardinalMontalto gelingen wird, durch erheuchelte Krankheit, Hin-fälligkeit und Verstandesschwäche seine Mitbewerber umdie Tiara zu berücken, ist wenigstens ein theatralischer,wenn auch kein eigentlich dramatisch bewegender Zug vor-handen. Eine Reihe von Scenen zeigt uns den wachsen-den Einfluß des kranken Greises, den Erfolg seiner List:glänzend wird sie am Schlüsse des zweiten Aktes, in demConclave, gekrönt. Jetzt wirft Sixtus die Krücken fort,er offenbart sich als ein kraftvoller Mann, mit welt-umgestaltenden Plänen, mit weltgebietender Energie. DieEmpörung des römischen Volkes bändigt er, seine früherenVerbündeten, die Jesuiten, stößt er zurück — aber stattaus diesem, in seiner Dichtung ebenso nothwendigen wiedurch die Geschichte beglaubigten Gegensatz zwischen demPapste und dem Orden die Nahrung für die Fortsetzungund Entwickelung seines Drama's zu ziehen, giebt derDichter den Faden in die Hand einer wunderlichen Frau.Die Gräfin Mathilde von Castelferro wird uns, inmittender starken, frommgläubigen Reaction im Ausgange des16. Jahrhunderts, als eine Römerin im Stil der Vv-lumnia's, Cornelia's und Portia's der altrepublikanischenZeit vorgeführt. Ein Jüngling, der sie schwärmerischliebt, in seinen Gedanken und Plänen aber noch haltloserist, wie. sie, Antonio Marianna, läßt sich von ihr zu einerTribunenrolle bethören, wird aber nur zu bald vorn Volke