Band 
[Zweiter Band]
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dies Hänseln, Kichern, Schreien, das Grauen, das dieDrei vor ihm ausdrücken, das Spiel Maria's haben et-was Sinnberückendes und man begreift, daß auch ein wenigereitler Narr als Malvolio dadurch „gestört" werden könnte.Gleich munter und drollig ist das Trinkgelage des zweitenAktes, wo neben Tobias und Christoph der Narr, dervon Herrn Teller trefflich dargestellt wurde — leiderbesitzt er nicht die Gabe des Gesanges wie Herr Kahle— die dritte Geige spielt; wie die halbtrunkenen Zecherden auf der Treppe polternden Malvolio mit Kürbissenund anderen Wurfgeschossen vertreiben, Maria sie zu immergrößerer Tollheit anreizt: das muß man gesehen haben,um einen Schimmer jenes lustigen Altenglands wieder zufinden, das Shakspeare verherrlichte. Herr Richard alsOrsino, Herr Hafsel als Antonio, Herr Walln er alsSebastian, der seiner Schwester Viola täuschend ähnlichsah, vollendeten angemessen den Kreis der Darsteller. Mitbegreiflicher Schüchternheit spielten die Schauspieler denersten Akt: sie sind auf fremdem Boden und sehen sicheiner durchaus nicht zum Beifall geneigten Versammlunggegenüber. Aber sie erwärmen allmählig, gehen tapfervor und die Originalität ihrer Darstellung, die ebensosinnreiche wie poetische Einrichtung überwinden alle Hinder-nisse. Der Eindruck des zweiten, dritten und vierten Akteswar außerordentlich, die Heiterkeit des Publikums stiegmit jeder Scene. Es handelt sich bei diesen Darstellungennicht um ein elensinisches Mysterium, das nur die Einge-weihten verstehen; Jeder kann ihnen beiwohnen; Jederkann an anderen Aufführungen von „Julius Cäsar" und„Was Ihr wollt" die der Meiningen'schen Gesellschaftprüfen. So groß aber ist der Reiz gerade dieser Auf-