Band 
[Zweiter Band]
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seines Rechts und der Gnade Gottes, die ihm die Kronegegeben; er haßt den Krieg und will den Frieden imLande herstellen, die Parteien im Volke vereinigen, nichtder Führer eines Haufens, sondern der König des Ganzensein; Skule ist und bleibt dagegen der Häuptling seinesGefolges, der Seekönig, der keine Ahnung von einem insich gesammelten, friedlich lebenden Volke hat; der Gegen-satz ist schön und poetisch, aber ich glaube nicht, daß erdramatischer Natur ist. In wilder Wuth stürmt Skuleaus dem Gemach, eilt auf sein Schiff und läßt sich dortzum Könige ausrufen, während Margarethe bei ihremGatten bleibt. Bis zum Ausgang des dritten Aktes istein Fortgang der dramatischen Handlung unverkennbar,eine gewisse Spannung macht sich geltend; die Figur desBischofs hebt sich charakteristisch hervor — meiner Mei-nung nach die interessanteste Gestalt des ganzen Stücks.Die beiden letzten Akte stellen in vier Bildern die KämpfeSkule's und Hakon's und schließlich den Tod des erstendar, der mit seinem natürlichen Sohne im Kloster zu El-gesäter von den aufständischen Bürgern Drontheims er-schlagen wird. Sie sind durchaus epischer Natur: neueGestalten, wie Skule's Sohn und der isländische Barde;neue Motive, wie der Gegensatz der Städter zu den Kriegern;der Kirchenbann, der wegen des au dem Sarge des heiligenOlaf begangenen Frevels über Skule und seinen Sohnausgesprochen wird; die Liebe Skule's zu seiner Tochterund seiner Schwester treten unerwartet und unvermitteltauf; Alles wirbelt chaotisch in Aufruhr und Schlacht durch-einander.

Die Meiningen'sche Regie hat mit großem Geschickdie ungefügige Masse des Stoffs, wie sie im Buche vor-