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dem phantastischen Spiele der schmückenden Zuthat einennaiven, fast märchenhaften Reiz." Dasselbe gilt von derEinrichtung der „Kronprätendenten" durch die Meininger.
Mit Ausnahme des Bischofs Nikolas bietet das Stückden Schauspielern keine eigentlichen, keine schwierigen undverwickelten Aufgaben; die Charaktere sind durchsichtig,einfach; in Skule's Reden giebt es hier und dort eineHamletische Anwandlung, aber doch nur vorübergehend;Margarethe hat einmal im Ausgang des vierten Akts einenleidenschaftlicheren Ausbruch des Gefühls. Die Darstellunggeht gut und lebendig in einander; trefflich heben sich inHaltung und Gang, in Geberde und Ton die Herren Resp er(Hakon) und Hellmuth-Bräm (Skule) von einander ab:der Jüngling von dem Manne, der König von GottesGnaden von dem Gewaltherrn. Herr Teller spielt denBischof charakteristisch: wenn dieser Künstler nur seinerVielgeschäftigkeit und Bielbeweglichkeit einen stärkeren Zaumanlegen und in allen Dingen Maß zu halten lernen wollte,wie viel des Guten hätte die Bühne dann von seinemTalente noch zu erwarten! Eine sehr unmuthige Marga-rethe war Fräulein Pauli; eine würdige Inga Frau Berg,eine verzückte Prophetin Frau von Moser-Sperner,deren außerordentliche Vielseitigkeit die größte Anerken-nung, deren „Esther" in dem bekannten Grillparzer'schenFragment, das die Meininger neulich darstellten, aber vorAllem das feinste Lob verdient. In der letzten Scenedes vierten Aktes muß der Lärm und das Geschrei desVolkes gedämpft werden, die Redenden verstehen ihre eige-nen Worte nicht mehr — und was den Kometen betrifft,glaub' ich, die Zuschauer würden sich mit einer Andeutungseiner Erscheinung begnügen; gar zu handgreiflich und ab-