Band 
[Zweiter Band]
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Ne FM-NiMilimilgen m Rämar.

Mai 1 876.

2er Gedanke, die ganze Faust-Dichtung in irgendeiner Form für die Bühne zu gewinnen und sie dadurchdem gesummten Volke in ihrer Weltweite und Welttiefezu erschließen, ist wiederholt aufgetaucht und wird in Je-dem lauter oder leiser sich regen, der das Werk hinter ein-ander durchlieft. Nicht umsonst, sagt er sich, kann derDichter dem Theaterdirector im Vorspiel die Worte inden Mund gelegt haben:

„So schreitet in dem engen BretterhausDen ganzen Kreis der Schöpfung ausUnd wandelt, mit bedächtiger Schnelle,

Bom Himmel durch die Welt zur Hölle."

Wozu wäre diese Wanderung, wozu der Aufwand von De-korationen, Bildern und Maschinen versprochen, wenn sichauf der Bühne vor unseren Augen nichts weiter abspielensollte, als der erste Theil der Dichtung, noch dazu in ver-kleinertem Maßstabe? Mit Auslassung des Prologs imHimmel und der Walpurgisnacht? Mit Kürzungen da undAenderungen hier? Schwebte Goethe, noch so unklar undnebelhaft, eine scenische Darstellung seiner Dichtung vor,so muß ihre Verwirklichung auch möglich sein. Ueberganz andere Mittel, als er es sich vorstellen konnte, ver-