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toren, von Kapellmeistern und Sängern, wollte der Meistersein Werk einrichten und es uns so vorführen, wie esnach seiner Meinung geschehen müsse. Daß diese Absichtihm nicht ganz gelungen, hat er selbst eingestanden. Zwarhaben sich die telegraphischen Depeschen mit der Ver-sicherung beeilt, daß die Maschinerie in der zweiten Reiheder Vorstellungen „vortrefflich" gearbeitet habe; das aberwagten sie nicht zu behaupten, daß nun die scenische Ein-richtung eine musterhafte gewesen. Mit einziger Ausnahmedes Orchesters vermag jedes größere Theater dasselbe zubieten, was das Bayreuther Theater uns bot, einige vielBesseres. Wie unvergleichlich bedeutsamer war die Dar-stellung des „Lohengrin" im Juni 1870 in Weimar mitden Damen Mallinger und Brandt, den Herren Niemann,Milde, Scaria als hier in Bayrenth die Darstellung der„Götterdämmerung", in der außer Frau Materna auchnicht ein Darsteller über die Mittelmäßigkeit hinausragte!
Wie stellte sich nun nach so großen Vorbereitungendas scenische Bild den Zuschauern dar? Bei angemessenerBreite besitzt die Wagner-Bühne eine ungewöhnliche Tiefeund Höhe. Der Decorationsmaler kann uns die über-raschendsten Weitsichten vorführen und in grandiosen Hinter-gründen schwelgen. Für Blitze aus der Höhe, für waberndeLohe aus der Tiefe ist Raum genug vorhanden. Nachoben wie nach unten vermag das bengalische Licht zu wirken.Mit vollen Händen sind denn auch die Lichteffecte ausge-streut. Die Decorationen, nach den geistvollen ZeichnungenHoffmann's aus Wien entworfen — sie sind in treff-lichen Photographischen Nachbildungen erschienen — ent-halten viel des Gelungenen, des Wilden und Phanta-stischen wie des Reizvollen und Idyllischen, aber ihr