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gelungen. Auf den Wegen, die sie betreten haben, liegtder Fortschritt. Von diesem stolzen Selbstbewußtsein, daßin ihm eine erneuernde Kraft lebe und walte, war Dawisonerfüllt. Er besaß alle Tugenden und alle Fehler einesNeuerers. In ihm war jener Keim der Revolution, derin allen bedeutenderen Menschen unseres Jahrhundertssteckt. Einen gewaltigen Kreis von Gestalten suchte erum sich zu ziehen, unermüdlich thätig, rastlos und ehr-geizig, was Wunder, daß unter so vielen Geschöpfen nichtalle von Erz und Marmor waren? Wer ihn aber je inseinen guten Tagen als Hamlet bei dem Erscheinen desGeistes, als Othello vor dem Senat, als Thorane, dasLied Goethe's recitirend, als Richard III. heraustretendgesehen; wem noch im Ohr der Klang jener Worte:
„Nun ward der Winter unseres Mißvergnügens
Glorreicher Sommer durch die Sonne Horks" —
nachtönt, der wird sich jetzt, da sich das Grab über ihmgeschlossen, mit wehmüthiger Freude sagen, daß er dasunvergeßliche Bild eines großen Künstlers, eines mäch-tigen Zauberers in seiner Erinnerung bewahrt.
L'ullmig Nessoir,
geboren 15. December 1810, gestorben 30. December 1874.
Ein eigenes schweres Geschick hat die beiden großenNebenbuhler der tragischen Kunst auf der deutschen Schau-bühne getroffen: Jahre, ehe sie der Tod aus dem LebenHinwegriß, waren Bogumil Dawison und Ludwig Dessoirschon der Kunst gestorben. Dawison's Gastspiel aus derBerliner Hofbühne im Jahre 1865 bezeichnet mit scharfem