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hat er ihr eine Zeit lang gedient. Mit wandernden kleinenGesellschaften, in jenem Vagabundenthum, das Holtei ausder Wirklichkeit des Lebens, aus dem Ausgang der zwan-ziger Jahre, heraus so anmuthig und verlockend geschilderthat, für das, merkwürdig genug, auch Seydelmann einebeständige heimliche Borliebe hatte, ist Defsoir dann inNorddeutschland umhergezogen. Auch in Spandan hat erdamals gespielt und mit dem bekannten Uhrmacher Nauen-dorf, der sich nachher für den Sohn Ludwig's XVI. ausgab,Freundschaft geschlossen. Oft, erzählt Franz Gensichen inseinem Nekrolog Dessoir's in der „Bossischen Zeitung", ister mit ihm von Spandan nach Berlin gewandert, einerVorstellung im Schauspielhause beizuwohnen. Dem erstengrößeren Theater trat Dessoir im Jahre 1834 bei: eswar das Leipziger unter der Leitung Ringelhardt's. Ausdem wandernden Künstler wurde allmählig der seßhafte.Nach zwei kürzeren Engagements in Breslau und Pestblieb er zehn Jahre 1839—1849 in Karlsruhe, als tragi-scher Heldenspieler, in hervorragender Stellung. Berlinhat ihn zuerst, bei einem Gastspiel, 1847 als Hamlet,Bolingbroke, Uriel Acosta, Othello gesehen. Der TodHoppo's, der an unserer Hofbühne das Erbe Seydelmann'sohne Genie, aber voll Verstand und mit schauspielerischemGeschick angetreten; der baden'sche Aufstand, der dieSchließung des Hoftheaters in Karlsruhe herbeiführte,haben dann im Jahre 1849 Dessoir's Schicksal bestimmt.Herr von Küstner, der damalige Intendant, berief ihn indie freigewordene Stelle: es ist eine von den glücklichenBerufungen dieses zum Theil mit Unrecht viel geschmähtenMannes, die unserer Hofbühne ihren Glanz verliehen haben.Auf den Brettern Ludwig Devrient's und Seydelmann's, im