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hat dies recht wohl bemerkt. „Der vierte Akt des Drama's"
— er redet von „Des Meeres und der Liebe Wellen"
— „ganz auf die Darstellung der sinnlich erregten Herogelegt, ist der Wendepunkt des Stückes und wohl auch dieSchwäche desselben. Ein Tag ist hinzubringen bis zurnächtlichen Wiederkehr Leander's, und Grillparzer hat dieErmattung der Hero und ihr Liebessehnen in allen Nuancenzum Inhalte dieses Aktes genommen. Nur der Verdachtdes Oberpriesters; bringt in diese stille Lage einige Be-wegung. Der eigentlich dramatische Fortgang fehlt hier,ein episch charakterisirender soll aushelfen." Aber Weber-in diesem Akte, noch in diesem Stücke allein: in allen derantiken Welt entnommenen Dichtungen Grillparzer's brichtder epische Untergrund hervor. Leander's Fall wird dochnur mittelbar durch den Priester herbeigeführt; die ent-scheidenden Mächte, die den Jüngling verderben, sind dasMeer und der Sturm. Von einer freiwilligen That,wie bei Romeo und Julia, ist bei Hero's und Leander'sTode nicht die Rede. Beide werden durch die Natur-macht hinweggerasft. Indem Grillparzer für seine Medeadie ganze Argonautenfabel aufnahm, verlor er sich noth-wendig zuweilen in die epische Form zurück. Das ersteStück gleicht durchaus der Scene aus einem Epos: Phryxusder Grieche landet an der unwirthlichen Küste des Kolcher-landes. Ihm entgegen tritt der König der EingeborenenNietes, in der Absicht, den Fremden zu todten und ihnseiner Schätze zu berauben. Er benutzt seine Tochter dazu,den Eindringling zu blenden und zu verlocken. Wunderschönist nun im Fortgang der Dichtung die Entwickelung Medea's,aus der scheuen, den Wald und die Jagd liebenden Jung-frau zur leidenschaftlich sinnlichen Zauberin; wie sie ihrer-