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sätze hinsichtlich des Verhältnisses der Schauspieler zu denLeitern der Bühnen, ein gleichmäßiges Vorgehen sämmt-licher deutscher Bühnen in wichtigen Angelegenheiten fest-zustellen. Zu diesen realen Bestrebungen gesellen sichideale. Man wünscht das deutsche Reich für die Gründungvon Theaterschulen zu interessiren; noch Kühnere sähen amliebsten, der Reichstag beschlösse die Herstellung und Er-haltung einer Musterbühne. Eine immer stärker anwach-sende Literatur in Broschüren, Büchern, Aufsätzen beschäftigtsich in den mannigfachsten, guten und thörichten Vorschlägenmit der Theaterfrage.
Schon um dieser mächtigen Anregung wegen verdientedie Theaterfreiheit die Anerkennung Aller, die es nochernsthaft mit der dramatischen Kunst meinen. Die Bühneverfiel nicht gerade, sie war in einen Sumpf gerathen.In Berlin hat die Eröffnung der Volkstheater zum erstenMale seit Jahren wieder an den Kreisen der gebildetenGesellschaft eine Debatte, ein Gespräch über das Theater,über dramaturgische Fragen herbeigeführt. Und ohne dieseallgemeine Theilnahme ist die Blüthe eines Theatersundenkbar. Das Theater lebt wie die Rednerbühne desParlaments, wie die Kanzel des Predigers von der Volks-stimmung. Wird nicht beständig davon gesprochen, in Lobund Tadel, in Begeisterung und in Spott, so schleppt essich mühsam und träge hin: es vegetirt nur. Mir willes nun scheinen, als läge die Theatersrage viel wenigerin irgend welchen materiellen Aenderungen, die sich, ihrerMehrzahl nach, für jeden Ort anders gestalten, als in deridealen Aufgabe, diese wider Erwarten und, seien wiroffen zu einander, wider Verdienst erworbene Theilnahmedes Publikums festzuhalten. Ob Theaterschulen errichtet