Die letzten Ausläufer der Übergangsdichtung.
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ihrem Recht kommen kann, war ein außerordentlich geringer.Scarron verfiel, indem er der möglichsten Leichtigkeit nachjagte,in eine unsägliche Plattheit des Ausdrucks.
Höher stand Scarron im Vortrag feiner „Novellen"(„dsouvsllss"; erster Druck, Paris 1645) und in seinem „Ko-mischen Roman" („Roman ooraigus"; erster Druck, ebenda).1651), obschon an den erstern seine Erfindung einen geringernAnteil hatte. Er folgte für diese Erzählungen spanischen Mu-stern. Gerade die besten der Novellen: „Die unschuldige Ehe-brecherin", „Die unnütze Vorsicht" und „Die Scheinheiligen",sind nicht einmal vorn spanischen Boden auf den französischenübertragen und zum Teil wörtlich überseht. Im „KomischenRoman" folgte er Wohl gleichfalls den Anregungen der spani-schen Litteratur und zwar zunächst der „Unterhaltenden Reise"des Augustin de Rojas, welcher zu Anfang des 17. Jahrhun-derts in Spanien erschienen war. Allein hier verbanden sicheigne Eindrücke mit der Nachahmung, und schon dadurch, daßer seine Schauspielertruppe zu einer französischen macht, sie inLe Maus Tristans „Mariamne" aufführen läßt, noch mehr aberdurch die lebendigen Genrebilder aus der französischen Gesell-schaft seiner Zeit gestaltete Scarron seinen „Komischen Roman"zu einer eignen Schöpfung. Die Erzählung von den buntenSchicksalen des jungen Le Destin und seiner geliebten Leonore,welche unter dem Namen „U'^tolls" die Bühne betreten hat undin Wahrheit als Stern auf ihr glänzt, ist von zahlreichen Epi-soden, kleinen Nebenhandlungen und Angeflochtenen Novellenunterbrochen, aber ein gewisser Grundton des Humors, des Lustig-Abenteuerlichen ist festgehalten und alles in allem der „KomischeRoman" eins der besten französischen Werke, die unter den Ein-wirkungen der spanischen Litteratur entstanden.
Auch in seinen theatralischen Versuchen machte und zeigtesich Scarron durchaus von den Schöpfungen der Spanier ab-hängig. Er schrieb eine Reihe von Lustspielen, welche in bezugauf Erfindung und Charakteristik mehr seinen spanischen Vor-bildern, als ihm selbst gehörten, aber durch ihre leichten, mitglücklichen Repliken durchsetzten Dialoge (in Versen) sich unterden Bühnenwerken der Zeit merklich auszeichneten. Zwei Tra-gikomödien: „D er Schüler Von Salamanca" („I/äeolisi-äs Sickg-iiiLimus") und „Der Seeräuberprinz" („lle ki-inosLvrsLirs"), und die Lustspiele: „Jodellet" („.loäsllst ou lö