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Vierter Band
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Jca» Racine und die Tragödie.

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Neigung zu scharfer Satire gegen Feinde und Rivalen, die esihrerseits gleichfalls an Heftigkeit nicht fehlen ließen, und end-lich die unbedingte Unterwürfigkeit gegen den von Racine ver-götterten König gewesen zu sein. Die Härte, mit welcher Lud-wig XIV. im letzten Lebensjahr Racines dem Dichter begeg-nete, soll zu dem verhältnismäßig frühen Ende desselben bei-getragen haben. Übereinstimmend wird von verschiedenenSeiten berichtet, daß Racine die Ungnade des Königs nur schwergetragen und die bittere Enttäuschung über den Charakter Lud-wigs ihm eine schleichende Krankheit zugezogen habe, der eram 21. April 1699 erlag. Bei seinem Verlust erinnerte sichder Selbstherrscher, welchen Glanz Racines Poesie auch auf ihnund seinen Hof geworfen habe und äußerte gegen Boileau:„Despreaux, wir beide, Sie und ich, haben durch den TodRacines viel verloren!" — Er setzte der Witwe und den Kinderndes Dichters eine Pension aus, die im Verein mit der mäßigenHinterlassenschaft ausreichte, sie vor Mangel zu schützen.

Racines poetische „Werke'" („Muvrss"; erster Druck,Paris 1676; „Wuvrss ocnnxlsrssch ebenda). 1697; vorzüglicheneuere Ausgaben von Bodoni, Parma 1813; von Geoffroy,Paris 1808; von Paul Mesnard, 1865—73) sind beinaheausschließlich dramatische, eine kleine Anzahl lyrischer Gedichte,geistlicher Oden, scharfer, treffender Epigramme wurden über-haupt nur beachtet, weil sie von dem Dichter der „Andromache"und des „Mithridat" herrührten. Die geistlichen Oden gebenvon der ernsten Frömmigkeit, die er in Port Royal in sich auf-genommen, und welche ihn dauernd mit Port Royal verband,Zeugnis; auch unter den weltlichen Gedichten verdient die Folgevon Oden („krowsimäs <la kort Ro^nü), welche die Reize desLebens in Port Royal verherrlichen sollen, eine gewisse Teil-nahme. Das Huldigungsgedicht „Die Nymphe der Seine an

> Die ältern deutschen Übertragungen Racinescher Werke gehören meistder Gvttschedschen Schule an. Unter ihnen die Übertragungen des „Mithri-dat" von I. I. Witter (Straßburg 1735), der „Jphigenie" von Gottschedselbst (Leipzig 1740), der „Esther" von Bronstedt (Wneburg 174b), der„Phädra" von F. L. Hudemaun (Wismar l 751 u. a.). — Neuere vollstän-dige Übersetzungen von „Racines Werken" von H. Viehoss (Berlin 1869);„RacineS ausgewählte Tragödien" (Andromache, Britanniens, Mithridatund Athalia) in Jamben überseht von Ad. Laun (Hildburghausen 1869).Andre neuere Einzelübersetzungen bei den betreffenden Tragödien