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HuildertundfiinfieS Kapitel. Jean Racine und die.Tragödie.
sollte. — Ein wesentlich andres Gepräge zeigen die biblischenTragödien des Joseph Franco is Duche de Banch. Er waram 29. Oktober 1668 zu Paris geboren, hatte den Titel alsköniglicher Kammerdiener und bezog eine Pension vom Hof biszu seinem frühen, am 14. Dezember 1704 erfolgten Tode. Duchewar zuerst in Rivalität mit Ouinault als erfolgreicher Opern-Poet aufgetreten. Seine Operndichtungen: „Cephalus undProcris", „Theagenes und Chariklea", „Jphigenie inTauris" gehörten unzweifelhaft zu den bessern ihrer Zeit.Einen höhern Flug wagte er, als er unternahm, für die theatra-lischen Aufführungen in St. Chr einige Dramen biblischenStoffes zu dichten. Dies waren: „D eborah", „Jonathan" und„Absalom", die letztere Tragödie sein vorzüglichstes Werk, vonder Laharpe urteilt: „Der Gang der ersten Akte ist ein vor-trefflicher, Handlung und Spannung steigern sich von Szene zuSzene, die Charaktere sind gut angelegt". Bei so entschiede-nen dramatischen Vorzügen gelangten die biblischen TragödienDnches auch auf das Theätre francais und fanden verdienteTeilnahme, obschon auch sie von der Bühne wieder verschwan-den, als die Ursachen hinwegfielen, welche gegen den Ausgangdes 17. Jahrhunderts die biblischen Ausläufer der klassischenTragödie der Franzosen hervorgerufen hatten.