Die Anfange der französischen OPPvsitionsMeratur.
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Indes übte das Theätre srancais mit seiner überragendenund gebietenden Stellung am Ende doch wieder eine unwider-stehliche Anziehungskraft, Piron näherte sich ihm mit Versuchenin der regelmäßigen Komödie und schrieb schon 1728 seine„Schule der Väter" („ll'äeols des xorss"; erster Druck, Paris1729) und machte eine Reihe verunglückter Versuche, sein Talentzur korrekten Tragödie aufzustacheln, während schon seine Stoff-wahlen verrieten, daß sein ganzes Naturell der Vorzimmer-tragödie feindlich war und blieb. Seine historischen Trauer-spiele: „Gustav Wasa" (1734) und „Ferdinand Cortez"(1744) wurden daher rhetorische Exerzitien, die von den eigen-sten Vorzügen der französischen Tragödie wenig ausweisen, aberdie besondern Mängel der ganzen Richtung sehr empfindlichzum Bewußtsein bringen. Dagegen gelang Piron auf demGebiet der regelmäßigen Komödie ein wirkliches Meisterwerk:„Die Dichtwut" („lls, raätromaiiiv"; erster Druck, Paris1738), welches unter den Lustspielen der ersten Hälfte des18. Jahrhunderts einen hohen Rang einnimmt. Dies anmutige,lebendige Lustspiel verdient das Lob, welches ihm die Franzosennoch heute erteilen; es hat hingereicht, nicht nur Pirons Namen,sondern auch die Wirkungen seines Geistes lebendig zu erhalten.Nächst der „Metromanie" verdienen seine scharfen und großen-teils treffenden Epigramme hervorgehoben zu werden. Siewaren in spätern Jahren die einzige Form, in welcher Pironden Geist seiner poetischen Jugend noch geltend machte; imübrigen wiesen seine spätern Gedichte denselben Gegensatz zuden Anfängen auf, den „Gustav Wasa" und „Ferdinand Cor-tez" zu seinen geistreich komischen Parodien von Roys undDanchets Tragödien bilden. Der Dichter der berüchtigten„Ode" und höchst ausgelassener poetischer Erzählungen ver-suchte sich in „Geistlichen Gedichten" („kossws ssorsss") undübertrug die sieben Bußpsalmen in mittelmäßige französischeVerse. Schließlich blitzten freilich sein innerstes Wesen undseine Anschauung in der satirischen Grabschrift: „Hier liegtPiron, der nichts, nicht einmal Akademiker war" noch einmalhell auf. Seine so grundverschiedenen„Werke" („diuvrss", Pa-ris 1776) wurden nach seinem Tod von Rigoley de Juvigny ge-sammelt, einen Band „Unveröffentlichte Werke" („Muvrsswöäitss äs kirowst ebendas. 1859) gab Honore Bonhomme erstin unserm Jahrhundert heraus.