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Vierter Band
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Hundertundvierzehntes Kapitel.

Zonathan Swift und die englische Satire.

Die selbständigen Lebensäußerungen des eigentümlichen eng-lischen Geistes, zu einem Teil Wirkungen der Revolution unddes an sie geknüpften politischen Parteilebens, zum andern ausdem großen Aufschwung des englischen Bürgertums erwachsen,blieben natürlich nicht auf die moralischen Wochenschriften be-schränkt. Eine kleine Gruppe höchst origineller und bedeutenderSchriftsteller gelangte von den besondern Voraussetzungen desenglischen Lebens aus zu größern Produktionen, welche durchihre Eigentümlichkeit und ihren echten Lebensgehalt die poeti-schen Nachahmungen der französischen Muster weit hinter sichließen, wenn sie auch nicht durch jene ansprechende Glätte undLeichtigkeit der Form ausgezeichnet waren, die als Hauptver-dienst der Popeschen französischen Schule gerühmt werden mußte.Der hervorragendste dieser Originalschriftsteller, dessen größteWirkungen auf einer selten wiederkehrenden Mischung eineshumoristisch-poetischen Darstellungstalents mit einem glänzen-den publizistischen Talent beruhten, ist jener große Satiriker,bei dem Walter Scotts Zweifel, ob er mehr zu den englischenDichtern oder mehr zu den englischen Staatsmännern zu rech-nen sei, wahlberechtigt erscheint, und welcher dennoch seine ganzeUnsterblichkeit den Werken seiner Feder und nicht dem Eingrei-fen in die Politik seiner Zeit verdankt.

Zonathan Swift war am 30. November 1667 zu Dublingeboren, aber nach Thackerays treffendem Ausdruck deshalb sowenig ein Jrländer, wie ein von englischen Eltern zu KalkuttaGeborner ein Hindu ist. Er stammte aus einer in vielen Glie-dern nach Irland übergesiedelten Porkshirefamilie, sein Vaterbekleidete das Amt eines Rendanten der 8c>oist^ ol lnns,scheint sich aber in sehr dürftigen Verhältnissen befunden zu