Jonathail Swift und die englische Satire.
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allegorische Satire „Die Bücherschlacht", welche die kleine, je-doch kernfeste Phalanx der alten Schriftsteller dem Haufen dermodernen Autoren siegreich entgegenstellt, obschon (nach Swift)Bentley den Alten Waffen gestohlen, mit denen er den Modernenzu Hilfe eilt, sich aber damit ins Verderben stürzt. Swifts glän-zender Witz ist in dieser Satire schon entfaltet, doch ist derselbe aneinen undankbaren Stoff verschwendet. Die Partie, in welcherTemple als Führer der Bundestruppen erscheint, in der er aufder Höhe des Parnasses von Wetten und Bentley angegriffenwird, ist entschieden die schwächste der Allegorie, und doch legtsie von Swifts Anhänglichkeit an seinen Beschützer Zeugnis abund ist gleichsam die Bürgschaft dafür, daß er sich in den letztenJahren seinesAufenthaltszuMoorParkwohlergefühlthabenmußals in der Zeit, welche der Kilrool-Episode vorangegangen war.
Mancherlei außerTemPles wachsendem Vertrauen wirkte zu-sammen, diese Stimmung in Swifts Seele hervorzurufen. Zwarseine vielgerühmte Bekanntschaft mit König Wilhelm kann ihm,von der Ehre abgesehen, schwerlich größere Befriedigung, Lebens-heiterkeit und Hoffnung eingeflößt haben. König Wilhelm hatteden Sekretär bei einem seiner Besuche zu Moor Park kennen ge-lernt, war von ihm nach Macaulays Bericht, „wenn Templedurch die Gicht an den Lehnstuhl gefesselt war, auf den Feldernherumgeführt worden; Seine Majestät hatte sich herabgelassen,seinem Begleiter die holländische Weise zu lehren, Spargel zustechen und zu essen, und gnädig zu fragen, ob es Herrn Swiftgenehm sei, zum Kapitän in einem Kavallerieregiment ernanntzu werden". Einmal und nur einmal konnte sich für Swiftan diesen oberflächlichen Bezug zu dem Herrscher eine Aussichtknüpfen. Es war, als König Wilhelm den Rat Temples überdie Frage dreijähriger Parlamente (Dreijahrbill) gefordert hatteund dieser seinen Sekretär persönlich nach Kensington sandte,um dem König seine Gründe für Annahme der Bill vorzutragen.Auf dem Weg zum Hof mochte er hoffen, daß, wenn sein Scharf-sinn, seine Beredsamkeit den König zu überzeugen vermöchten,sich eine neue Bahn für ihn erschließen würde. Leider überzeugteer in der fraglichen Angelegenheit König Wilhelm nicht, undso blieb auch dieser Besuch ohne Folgen. Immerhin aber lernteSwift durch diese und ähnliche Begegnungen fein PolitischesTalent kennen und demselben vertrauen.
Von ganz andern, Wert für Swifts augenblickliches Lebens-