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Vierter Band
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Jonathan Swift und die englische Satire.

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in spätern Jahren und unter gänzlich veränderten Verhältnissen,immer mit höchster Achtung und Verehrung von seinem ehe-maligen Gönner. Die Sammlung der Schriften ward KönigWilhelm zugeeignet; es scheint, daß der junge Theolog die Hoff-nung hegte, mit einer Pfründe bedacht zu werden und sich diegroße Welt, nach der ihn dürstete, eröffnet zu sehen. Aber wederdie Bekanntschaft des Königs noch irgend eine der Beziehungen,die er in Moor Park angeknüpft hatte, erwies sich zunächst alsförderlich. Er mußte zufrieden sein, zuletzt eine Anstellung beiLord Berkeley zu erhalten, der das Amt des Statthalters inIrland übernahm und ihm eine reiche Belohnung (die Dekaneivon Derry) in Aussicht stellte. Swift trat als sein Sekretär undKaplan ein und fühlte sich im Haus des Lords zunächst durchdie liebenswürdige Lady Berkeley gefesselt, deren allzuhäufigeAndachtsübungen freilich auch Anlaß zu den bitter ironischen„Betrachtungen über einen Besenstiel" gegeben haben sollen.Jedenfalls ward Swift auch im Verhältnis zu Lord und LadyBerkeley wieder um eine Hoffnung betrogen. Die versprocheneDekanei wurde bald erledigt, aber Swift erhielt dieselbe nicht,und der grobe Wortbruch seines Gönners ward eine neue Ur-sache, Swift mehr und mehr zu verbittern. Allerdings ging ernicht ganz leer aus: im Jahr 1700 ward ihm die gute Pfarreivon Laracor und Rathvaggan in der Grafschaft Meath zu teil,eine Pfarrei, welche die Mehrzahl der englischen Geistlichen alseine glänzende Versorgung betrachtet haben würde. Auch schienSwift anfänglich entschlossen, sich zunächst zu begnügen. Errichtete sich im Pfarrhaus häuslich ein, verwendete Sorgfalt aufseinen Garten und machte Anpflanzungen am Kanal von Laracor.Bald nach seiner Ernennung veranlaßte er auch Stelln, in Be-gleitung ihrer alten Freundin Mrs. Dingley nach Irland über-zusiedeln. Sie kam in der frohen Hoffnung, daß eine Vereini-gung mit dem Geliebten in nicht allzuferner Zeit möglich seinwerde, obwohl nach andern Berichten schon damals eine Ver-abredung zwischen ihr und Swift bestand, daß man an eineHeirat erst bei hinreichenden Mitteln denken wolle. EstherJohnson trat in Irland nicht eigentlich als Braut des neuenPfarrers auf, sie hatte sogar ernstliche Bewerbungen um ihreHand zurückzuweisen. Aber das Zusammenleben in unmittel-barster Nähe steigerte die Innigkeit der Neigung. Der Umgangs-kreis in Trim, in Dublin, dessen das spätere „Tagebuch an Stella"