Band 
Erster Band.
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General Wartensleben zugebracht, blieb ich nun vom20. September bis 6. Oktober in Dotis.

Diese höchst merkwürdigen Tage kann ich nur dadurchhier einigermaßen bezeichnen, daß ich die Namen der Män-ner, mit welchen ich sie größtentheils verlebte, angebe.Graf Stadion war von Prag, wohin er sich zur Zeitdes Waffenstillstandes von Znaym (bereits zur Niederlegungseiner Stelle ganz entschloffen) begeben hatte, auf besondereAufforderung des Kaisers nach Dotis gekommen. Ihmgehörte natürlich der größte Theil meiner Stunden, undLei Frühstück, Mittagsmahl und Abendthee war ich seintäglicher Gesellschafter. Außerdem aber fand ich dort dieChefs der Parthei, welche am Frieden arbeitete: FürstJohann Liechtenstein, Feldmarschall Bellegarde, Ge-neral Bub na; und auch diese schenkten mir ihr ganzesVertrauen, weil sie in mir, wenngleich keinen Liebhabereines schlechten Friedens, doch auch keinen fanatischenHerold der Fortsetzung eines allerdings verzweifelt schwieriggewordenen Krieges erblickten. — Dann wieder die leiden-schaftlichen Rathgeber zum äußersten Widerstände, die (ins-geheim von der Kaiserin, in manchen Augenblicken auchwohl vom Kaiser ermuntert), jedes Pazifikations-Projektmit Abscheu betrachteten. Unter diesen war der GrafFerdinand Palffy — bei dessen Leichtsinn man diesweder früher noch auch später für glaublich gehalten hätte— ein Hauptakteur. Das geringe Vertrauen, welches ermir einflößte, ward aber durch die mir vollkommen be-kannten, mit verschiedenen Freunden (wie Bardaxi,Johnson u. s. w.) geschmiedeten geheimen Kabalen, andenen auch wohl verschiedene bedeutende Oesterreicher, derenNamen ich nicht aufschreiben mag, theilnahmen, vollendsaufgerieben. — Der Prinz von Oranien mit Fagel

F. v. Gentz. I. 5