Band 
Erster Band.
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Nichts desto weniger wurde ich mit großem Vertrauenbehandelt; und unvergeßlich sind nur gewisse Spaziergänge,die ich oft bis tief in die Nacht mit Graf Metternichund Humboldt auf der Präger Brücke und durch dieStraßen der Stadt machte.

Ich bewohnte in Prag eines der Garten-Zimmer desgroßen Waldstein'schen Palais; ein Vortheil, den ich derFreundschaft des Grafen Wratislaw und der Gefällig-keit seines Schwagers, des Grafen Wald st ein, zu dan-ken hatte. Als nach 8 Tagen die Herzogin von Sa galtnach Prag kam, überließ ich ihr einen Theil dieser schönenWohnung. Zwischen ihr und dem Grafen Metternichbestand damals ein sehr intimes Verhältniß.

Mit General Bnbna, der von seiner Sendung anNapoleon zurück kam, mit General Langenau, der großenKredit und Einfluß bei uns gewonnen hatte. Fürst Schwar-zenberg, der die Armee konnnandiren sollte, und einerMenge anderer bedeutender Personen, war ich in immer-währendem Verkehr.

In den letzten Tagen des Juli trug mir Graf Met-ternich die vorläufige Abfassung des Kriegs-Manifestesauf. In den ersten Tagen des August arbeitete ich ernst-lich daran.

Am 6. August kam der Graf um 11 Uhr Abends inmein Zimmer, und erzählte mir, daß er am folgenden.Morgen nach Brand eis, wo der Kaiser während dieserganzen Zeit gewohnt hatte, gehen, und den letzten Ent-schluß des Monarchen einholen würde. Die Nacht, in derer mir diese Eröffnung machte, war — in mehr als einerRücksicht — eine der merkwürdigsten.

Am folgenden Tage brachte Graf Metternich dieendliche Entscheidung des Kaisers von Brandeis zurück;