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am 8. hatte er seine letzte Unterredung mit Caulain-court; am 10. um Mitternacht ward der Krieg erklärt.
Am 11. war das Manifest vollendet und wurde Abendsbeim Grafen Metternich, im Beisein des Fürsten PaulEsterhazy und des Baron Binder, mit großer Zufrie-denheit gelesen. Baron Binder hatte, um Zeit zu gewin-nen, den Auftrag erhalten es in's Französische zu über-setzen. Am 17. ward es publizirt.
Am 14. war Graf Nesselrode und am 15. der Kai-ser Alexander in Prag angekommen. Beide bezeigtenlebhafte Freude über den von unserem Hofe gefaßten Ent-schluß. Der Kaiser machte mir einen Brillant-Ning zumGeschenk.
Am 21. August ging Graf Metternich zur Armeeund ließ mich in Prag zurück. Die Herzogin hatte schonfrüher Prag verlassen.
Meine Bestimmung in Prag war eine der angenehm-sten und interessantesten, die sich denken läßt. Ich wardnun durch mehrere Monate die Mittels-Person aller wich-tigen politischen Verbindungen zwischen Wien und demHauptquartier, der Kanal aller authentischen Neuigkeiten,der Mittelpunkt aller Diplomaten und aller Diplomatie.Der Kaiser ernannte mich znm Hofrath; ich erhielt dieseNachricht an: 12. September mit einem Geschenk von2000 Gulden. Alles ging nach Wunsche. Meine Gesund-heit vortrefflich, mein Name war groß geworden. Geldhatte ich im Ueberfluß; ich war mehr als je zum großenHerrn gestempelt, und in Prag hoch geehrt. Mein Journalfließt an einigen Stellen von meinem damaligen Glückeüber. — Meiner Geschäfte waren freilich viel; jeden Tageine Expedition nach Wien und eine nach Töplitz; zahl-reiche Korrespondenzen; die Zensur der Präger Zeitung,